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Uwe Niemeier

... aus meinem Lebenslauf:

geboren im Jahre 55 des vorherigen Jahrhunderts. Als, in den ostelbischen Gebieten des heutigen Deutschlands geborener Erdenbürger (früher auch DDR-Bürger genannt), kam ich in den kostenlosen Genuß, einen der ausreichend vorhandenen Kinderkrippen- und Kindergartenplätze bis zu meinem sechsten Lebensjahr benutzen zu dürfen. Dies gab insbesondere meiner Mutter die Chance, ihre Arbeitskraft zum weiteren Aufbau und zur Festigung des Sozialismus in der DDR einsetzen zu können.

Schulbesuch von 1961 - 1971, Abschluss mit guten Ergebnissen und nahtloser Übergang zu einer Lehrlingstätigkeit. Ich wurde Außenhandelskaufmann mit dem unrühmlichen Rekord dreimal durch die Sprachkundigenprüfung in Russisch durchgefallen zu sein. Das hatte vor mir und auch nach mir keiner mehr geschafft. Wozu brauchte ich Russisch?

Ich lehnte einen Studienplatz in Berlin im Außenhandel ab und unterschrieb lieber eine Verpflichtungserklärung für 25 Jahre Dienst am Vaterland. Davon habe ich nur 17 Jahre erfüllt. Im Jahre 1990 gaben die DDR-Bürger der Bundesrepublik Deutschland die Chance uns ihre Verfassung zu schenken. Dankbar wurde dieses Geschenk angenommen und ich entschloss mich, mal etwas anderes im Leben auszuprobieren. Zuerst erstellte ich eine Schwachstellenanalyse meiner Persönlichkeit. Sie wurde leider umfangreicher als ich dachte und endete mit der Schlußfolgerung, dass ich für einen weiteren Verbleib in Deutschland nicht qualifiziert genug war.

Ich hatte zwei Studien hinter mir - ein Hochschulstudium in Zittau und das zweite Studium in Leningrad. Das mußte für die neue Marschrichtung reichen: Ich entschloss mich dahin zu gehen, wo sonst keiner hin wollte: in den Osten.

In den ersten 35 Jahren meines Lebens hatte ich die Möglichkeit am Aufbau des Sozialismus in den ostelbischen Gebieten des heutigen Deutschlands teilzunehmen. Eine für mich und meine Entwicklung und mein heutiges Sein, unschätzbar wertvolle Zeit. Nun wollte ich den Kapitalismus im Osten aufbauen.

So organisierte ich mein START-Up, nach einem zweijährigen Zwischenaufenthalt in der Ukraine, ab 1995 im russischen Kaliningrad, der westlichsten Stadt Russlands, dem ehemaligen Königsberg. Nach einem 18-jährigen Lernprozeß habe ich mich heute in dieser Stadt etabliert.

Gemeinsam mit russischen Geschäftsfreunden hatte ich mehrere Chancen meiner Lieblingsbeschäftigung nachzugehen: dem Aufbau von Firmen, begonnen bei "NULL", ohne Geld, ohne Qualifizierung - nur mit dem Willen etwas aufzubauen.

Leben ist Bewegung. Und so halte ich es nie lange an einer Stelle aus die "fertig" ist. Ist eine Firma aufgebaut, so scheide ich aus und suche eine neue Betätigung. Ist die Stadt in der ich wohne ideal, so reise ich ab.

Kaliningrad ist keine ideale Stadt. Sie ist klein und unfertig und gibt mir alle Möglichkeiten für meine geschäftlichen "Hobbys": Lobbyarbeit für Kaliningrad und die ständige Vervollkommnung meiner Informationsagentur "Kaliningrad-Domizil" für Firmen und Personen die an einem Engagement in Kaliningrad interessiert sind.

Mein bisheriger Aufenthalt in der Sowjetunion (1980 - 1984) und ab 1995 im russischen Kaliningrad haben in mir, trotz aller Widrigkeiten und Probleme, ein Wohlfühleffekt entstehen lassen. Ich bin dem Land und den Leuten dankbar für die Möglichkeit hier leben und arbeiten zu dürfen. Ich habe alle Freiheiten von denen man eigentlich nur träumen kann. Und genau diese Freiheiten möchte ich anderen, insbesondere Westeuropäern vermitteln, die leider allzu häufig unkorrekt von den etablierten Medien in Westeuropa über das Leben in Russland und Kaliningrad informiert werden.

Und natürlich bin ich ständig auf der Suche nach Menschen für einen kulturvollen, sachlichen Gedanken- und Ideenaustausch zum Thema "Deutschland-Russland". Hierzu nutze ich mein Informations- und Mediennetzwerk welches durch die Informationsagentur seit 2012 aufgebaut wurde.

Ich lege großen Wert auf meine Unabhängigkeit in allen Bereichen des persönlichen und geschäftlichen  Lebens. Durch meine bisherige Arbeit habe ich diese Unabhängigkeit erreicht. Ich möchte gerne mit Menschen zusammenarbeiten, die diese Unabhängigkeit respektieren.