Kaliningrad-Domizil

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Umfrage 1. Dezember 2018

01 Dez 2018 - 15 Dez 2018 Umfrage wird auf Bestellung durchgeführt: Kaliningrad-Domizil

Vielen Dank für Ihre Teilnahme an unserer Umfrage.

Wir starten jeden Monat zwei Aktivartikel, die Sie nur lesen können, wenn Sie mit einem mutigen Klick vorher Ihre Meinung äußern: Zum 01. und zum 16. eines jeden Monats.

Heute wollten wir von Ihnen wissen:

Wieviel kostet die Fahrt mit Kaliningrader öffentlichen Verkehrsmitteln?

Als Antwortvarianten hatten wir angeboten

  • die Nutzung ist kostenlos  
  • jeder gibt, was er opfern kann
  • 20 Rubel
  • 24 Rubel
  • 30 Rubel

Für aufmerksame Leser des Portals war diese Frage einfach zu beantworten, denn am 28. November hatten wir einen Beitrag zur Tarifanpassung per 1. Dezember eingestellt. Bisher kostete eine Fahrt 20 Rubel für Busse, Trolleybusse und in der einzig noch verbliebenen Straßenbahnlinie Nr. 5. Dann gibt es noch die Marschrutkas, kleine Busse mit bis zu 13 Sitzplätzen. Da kostete die Fahrt 22 Rubel. Ab 1. Dezember müssen die Liebhaber des Nahverkehrs vier Rubel mehr zahlen – für alle Transportmöglichkeiten.

Es gibt einmal im Jahr eine Anpassung des Fahrpreises. Die Anpassungen sind „demokratisch“, wie man gerne in Russland formuliert, wenn man etwas als gerecht und begründet empfindet. Für diejenigen, die sozial bedürftig sind, gibt es Sozialtickets, die zu 50 Prozent von der Stadt subventioniert werden, d.h. es wird eine Monatskarte gekauft und man kann unbegrenzt damit fahren. Umgerechnet neun Euro kostet so ein Monatsticket, 4,50 Euro zahlt der sozial Bedürftige, z.B. ein Rentner.

Das grundsätzliche Problem im Kaliningrader Nahverkehr besteht in seiner Splittung in stadteigenem und privatem Verkehr. Während die Stadt sehr viel tut, um den stadteigenen Nahverkehrsbetrieb „GorTrans“ zu modernisieren, tun dies die Privaten nicht und versuchen auf Verschleiß zu fahren. Es gibt keinen einzigen neuen oder halbwegs neuen Bus in deren Bestand. Weiterhin scheinen die Privaten diejenigen zu sein, die die Einführung eines einheitlichen elektronischen Tickets bremsen, denn um hier eine gerechte Aufteilung der Einnahmen vorzunehmen, müssen die Karten offen auf den Tisch gepackt werden. Und man kann davon ausgehen, dass die privaten Unternehmer bisher alles getan haben, was möglich war, um die Steuerschuld gegenüber dem Staat zu optimieren. Das wird mit Einführung des elektronischen Tickets nicht mehr möglich sein, es sei denn, man verzichtet auf Einnahmen.

Die Stadt hat nun versprochen, dass im Jahre 2019 das elektronische Ticket kommen wird. Und es gibt auch eine neue Ausschreibung für die Linien im Nahverkehr. Man kann wohl davon ausgehen, dass nicht alle Privaten die Bedingungen der Ausschreibung erfüllen und somit auch hier ein wenig mehr Ordnung einzieht.  

Uwe Niemeier

… ach, ehe ich es vergesse: Vergessen Sie nicht, in der Nacht vom 15. zum 16. wach zu bleiben. Da gibt es nämlich eine neue Frage. Sollten Sie aber diesen aufregenden Moment verpassen, so haben Sie bis zum Monatsende auch noch Zeit unserer Frage zu beantworten.


  • Wieviel kostet die Fahrt mit Kaliningrader öffentlichen Verkehrsmitteln?