Kaliningrad-Domizil

Informationsagentur
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Umfrage April 2016

01 Apr 2016 - 15 Apr 2016 Umfrage wird auf Bestellung durchgeführt: Kaliningrad-Domizil

Vielen Dank für Ihre Teilnahme an unserer Umfrage.

Jeden Monat startet unsere Informationsagentur 

  • vom 01. bis 15. des Monats eine Umfrage und
  • vom 16. bis 30./31. des Monats eine Wissensfrage.

Unsere Umfrage für April 2016 lautete:

Kaliningrad wird zu einem russischen militärischen Bollwerk

Kaliningrad war bis zum Jahre 1990 dafür bekannt, dass die Sowjetunion hier eine große Anzahl von Militärs, sowohl der Land-, Luft- wie auch der Seestreitkräfte stationiert hatte. Nach 1990 begann die rasante Demobilisierung des Gebietes – am deutlichsten sichtbar durch viele leerstehende und dem Verfall preisgegebene Kasernen. Es gehörte schon zu den sehr seltenen Ereignissen einen Militärangehörigen in der Stadt zu sehen. Viele waren davon ausgegangen, dass Kaliningrad bald nur noch wenige Angehörige der Grenztruppen beherbergen wird. Diese Hoffnung ging nicht auf. Die USA erklärten, dass sie ihr Raketenabwehrsystem in vielen osteuropäischen Staaten stationieren werden, so auch in unmittelbarer Nähe zu Kaliningrad. Dass diese US-Raketenabwehr gegen den Iran gerichtet ist – daran haben wohl auch im Westen nur wenige Naive geglaubt. Russland gehörte nicht zu den Naiven und hat eigene Schutzmaßnahmen angekündigt. Hierzu gehörte der Bau eines eigenen Raketenfrühwarnsystems in der Nähe der Stadt Pionersk an der Ostseeküste, aber auch die Vorbereitung des Gebietes zur Stationierung von Iskander-Raketen. Viele Dinge im militärischen Bereich, die Russland noch bis vor wenigen Jahren offen gezeigt und erklärt hat, sind nun wieder für die Öffentlichkeit tabu. Man reagiert empfindlich, wenn Ausländer zu viel fragen, zu viel fotografieren, zu viel Kontakt zu Militärangehörigen suchen. Man sollte dem mit Verständnis begegnen und nicht provozieren.

Ich persönlich würde Kaliningrad nicht als militärisches Bollwerk im traditionellen Verständnis bezeichnen. Die Anzahl der Militärangehörigen und auch der traditionellen Technik (Panzer, Artillerie, Flugzeuge) hält sich nach wie vor in starken Grenzen. Man bemerkt weder Soldaten noch irgendwelche Technik im alltäglichen Straßenbild. Allerdings hat sich wohl die Qualität der Technik erheblich verbessert und die Elektronik spielt eine größere Rolle.

Für Russland und seine Verteidigungsfähigkeit spielt Kaliningrad eine enorm wichtige Rolle – direkt an der Nahtstelle zur NATO. Dies trifft in erster Linie für die Raketentechnik (Mittelstreckenraketen) die in Kaliningrad stationiert ist zu, aber auch für die Ostseeflotte, die in schnellem Tempo modernisiert wird.

Auch die NATO hat natürlich die Bedeutung Kaliningrads erkannt und so muss man sich nicht wundern, wenn Kaliningrad immer wieder im Zentrum von westlichen Aktivitäten und möglicherweise Provokationen steht.

Uwe Niemeier

… ach, ehe ich es vergesse: Vergessen Sie nicht, in der Nacht vom 15. zum 16. wach zu bleiben. Da schaltet sich nämlich unsere Umfrage genau um 0.00 Uhr ab und eine Sekunde später schaltet sich eine neue Frage zu, wo wir sehen wollen, wie gut Sie sich in Russland oder Kaliningrad auskennen. Sollten Sie aber diesen aufregenden Moment verpassen, so haben Sie bis zum Monatsende auch noch Zeit, Ihr Wissen über das kleine oder große Russland zu testen.

  • Kaliningrad wird zu einem russischen militärischen Bollwerk

    Ja, es sieht so aus - 56

    Nein, die Infos sind aufgebauscht - 64