Kaliningrad-Domizil

Informationsagentur
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Umfrage März 2017

01 Mär 2017 - 15 Mär 2017 Umfrage wird auf Bestellung durchgeführt: Kaliningrad-Domizil

Vielen Dank für Ihre Teilnahme an unserer Umfrage.

Jeden Monat startet unsere Informationsagentur 

  • vom 01. bis 15. des Monats eine Umfrage und
  • vom 16. bis 30./31. des Monats eine Wissensfrage.

Unsere Umfrage für März 2017 lautete:

Ist Ihnen bekannt, dass Kaliningrad für Ausländer visafrei werden soll?

Sagen wir es mal so: Es hört sich alles sehr schön an, was man in Kaliningrad, in enger Zusammenarbeit mit dem föderalen Zentrum plant. Ich bin geneigt zu sagen: … viel zu schön. Denn in der Vergangenheit waren schon sehr viele Dinge geplant, um die Reisefreiheit für Ausländer nach Kaliningrad zu erleichtern. Seit 2012 wurde die sogenannte 72-Stunden-Visafreiheit für Kaliningrad eifrig diskutiert. Neben Kaliningrad sollten auch noch einige andere russische Städte, die für Touristen attraktiv sind, in diese Visafreiheit einbezogen werden. Russland wollte damit Signale Richtung Westen senden, um die Verhandlungen über eine generelle Visafreiheit vorwärts zu bringen. Leider haben die westlichen Staaten, insbesondere die Europäische Union und hierbei insbesondere Deutschland, viel getan, um diese Visafreiheit zu verhindern. Die Ereignisse im Jahre 2014, rund um die Ukraine, waren dann ein willkommener Anlass, um das Thema „Visafreiheit“ zu begraben.

Nun ist aber das Thema der Visaerleichterung für Kaliningrad wieder sehr aktuell. Der Kaliningrader Gouverneur Anton Alichanow ist so oft mit Kommentaren zur bevorstehenden Neuregelung aufgetreten, dass man davon ausgehen kann, dass es zu neuen Bestimmungen kommt. Im April sollen die neuen Regelungen durch die Staatsduma besprochen und beschlossen werden. Alichanow hat zwar schon an diesem Termin seine Zweifel laut werden lassen, aber wenn die neuen Regelungen nicht Ende des ersten Halbjahres in Kraft treten, so doch wohl Anfang des zweiten Halbjahres. Haben die reiselustigen Ausländer auf Erleichterungen zwanzig Jahre gewartet, so kommt es jetzt auf ein paar Wochen auch nicht mehr an.

Wie sehen nun diese neuen Regelungen aus?

Es wird durch das russische Außenministerium ein spezielles Internetportal eingerichtet. Derjenige, der die Absicht hat nach Kaliningrad zu reisen, kann hier spätestens drei Tage vor Reiseantritt einen Antrag ausfüllen. Eine Einladung, wie bisher erforderlich, wird nicht mehr benötigt. Innerhalb kürzester Zeit erfährt er über dieses Portal, ob seiner Einreise Versagungsgründe entgegenstehen. Sollte dem nicht so sein, kann er (oder sie) losfahren. Im Gepäck braucht der Reisende nur seinen gültigen Reisepass zu haben, die Quittung über bezahlte Konsulargebühren und die Auslandskrankenversicherung. Das alles wird am Grenzübergang vorgelegt und der Einreise steht nichts mehr im Wege. Für die Einreise kann jeder Grenzübergang genutzt werden, ebenso für die Ausreise.


Karte: Grenzübergänge im Kaliningrader Gebiet

Die Einreisegenehmigung gilt, nach jetzigen Vorstellungen, für sieben Tage. Der Gouverneur möchte diesen Zeitraum auf 14 Tage ausdehnen, obwohl – so die Erfahrungen, sieben Tage ausreichend sind für einen Touristen, aber auch für einen Geschäftsmann, der sich zu den Kaliningrader Möglichkeiten kundig machen will. Eine Registrierung für den Aufenthalt ist nicht nötig. Eine Verlängerung der Einreisegenehmigung ist nicht möglich, genauso wie auch eine Weiterreise in das russische Mutterland nicht erfolgen kann. Wer nicht alles geschafft hat muss ausreisen, einen neuen Einreiseantrag stellen und kann dann wiederkommen.

Ich finde, diese Regelungen, wenn sie denn so kommen, sind fair, einfach, unbürokratisch und machen das Gebiet attraktiv für einen Schnupperaufenthalt – egal ob ein Tourist oder ein Unternehmer schnuppern will.

Ein kleines Problem gibt es allerdings noch zum gegenwärtigen Zeitpunkt. Eine Einreise mit dem Flugzeug dürfte schwer werden, da es bisher keinen Direktflug nach Kaliningrad gibt. Eine Einreise über Moskau oder St. Petersburg ist ohne Visum nicht möglich. Eine mögliche Lösung des Problems ist die geplante Wiederaufnahme der Flugverbindung durch die polnische Fluggesellschaft „LOT“ zwischen Warschau und Kaliningrad im Mai oder Juni 2017.

Uwe Niemeier

… ach, ehe ich es vergesse: Vergessen Sie nicht, in der Nacht vom 15. zum 16. wach zu bleiben. Da schaltet sich nämlich unsere Umfrage genau um 0.00 Uhr ab und eine Sekunde später schaltet sich eine neue Frage zu, wo wir sehen wollen, wie gut Sie sich in Russland oder Kaliningrad auskennen. Sollten Sie aber diesen aufregenden Moment verpassen, so haben Sie bis zum Monatsende auch noch Zeit, Ihr Wissen über das kleine oder große Russland zu testen.

  • Ist Ihnen bekannt, dass Kaliningrad für Ausländer visafrei werden soll?

    Ist mir egal, ich will nicht nach Kaliningrad - 4

    Ja, habe ich schon gelesen - 77

    Nein, höre ich zum ersten Mal - 125