Kaliningrad-Domizil

Informationsagentur
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Wissenstest Februar 2018

16 Feb 2018 - 28 Feb 2018 Umfrage wird auf Bestellung durchgeführt: Kaliningrad-Domizil

Vielen Dank für Ihre Teilnahme an unserem Wissenstest.

Jeden Monat startet unsere Informationsagentur 

  • vom 01. bis 15. des Monats eine Umfrage und
  • vom 16. bis 30./31. des Monats einen Wissenstest.

Unsere Frage nach Ihrem Wissen für Februar 2018 lautete:

Das deutsche Generalkonsulat in Kaliningrad hat 2017:

Als Antwortvarianten hatten wir angeboten

  • 10.000 Visa ausgestellt
  • 19.000 Visa ausgestellt
  • 28.000 Visa ausgestellt
  • 40.000 Visa ausgestellt
  • 47.500 Visa ausgestellt

Leider hat das deutsche Generalkonsulat in Kaliningrad keinen wirklichen Pressedienst, verschickt keine Newsletter und ist auch mit Mitteilungen zur Arbeit der deutschen diplomatischen Behörde auf seiner Internetseite mehr als nur schweigsam. Auch auf Anfragen erhält man nicht immer eine Antwort.

Dafür informieren aber andere Medien über die Arbeit deutscher diplomatischer Vertretungen und manchmal erhält man auch Informationen „nicht offiziell“.

Erinnern wir nochmal, dass Deutschland über fünf diplomatische Vertretungen in Russland verfügt:

  1. Die Botschaft der Bundesrepublik Deutschland in Moskau
Foto: Internetportal der Deutschen Botschaft in Moskau
 
  1. Die Generalkonsulate in den Regionen
Foto: Internetportal der deutschen Vertretungen in der Russischen Föderation
 
Das Generalkonsulat Kaliningrad gehört natürlich mit in diese Liste, aber wir bieten Ihnen dazu einen Videofilm, weiter unten in diesem Beitrag, an.
 
In ganz Russland existieren 19 Visaannahmestellen der Firma „VFS Global“, die im Auftrage der deutschen Auslandsvertretungen die Anträge annehmen und bearbeiten. Die Genehmigung des beantragten Visums erfolgt aber ausschließlich durch die diplomatischen Vertretungen. Für seinen Service berechnet „VFS Global“ durchschnittlich 20 Euro pro Visa, sowie zuzüglich die normalen Visagebühren. Die Ablehnungsquote von Visaanträgen liegt durchschnittlich bei zwei Prozent. Mit anderen Worten, die Russen scheinen gar nicht so gefährlich zu sein, wie vom Westen immer behauptet wird, denn 98 Prozent sind so ungefährlich, dass man sie in die Europäische Union lassen kann. Dass die Kontrolle korrekt erfolgt wird wohl dadurch belegt, dass die diplomatischen Vertretungen sich bis zu zehn Tage Zeit nehmen, um die Unterlagen zu prüfen.
 
Zu den persönlichen Unterlagen und dem ausführlichen Visaantrag, die der Antragsteller einzureichen hat, fordert man vom Antragsteller einen Vermögensnachweis, Eigentumsverhältnisse an Immobilien oder teuren Autos, Bankkontoauszüge und den Nachweis eines festen Arbeitsverhältnisses in Russland. Ist dies alles gegeben, geht man in den Vertretungen i.d.R. davon aus, dass die Rückkehrwilligkeit des Antragstellers gegeben ist.
 
Es gibt aber auch andere Kategorien von Antragstellern, die schier unüberbrückbare Hürden zu nehmen haben, wie das deutschsprachige Internetportal „ostexperte“   schreibt.
 
„Nadja“ steht vor dem Problem, dass sie als Studentin ihre Rückkehrwilligkeit nachweisen muss. Dies kann durch ein Sperrkonto, das bei der Deutschen Bank eröffnet wird, erfolgen. Die Eröffnung eines Sperrkontos bei der Deutschen Bank ist mit weiteren bürokratischen Hindernissen verbunden. Zur Kontoeröffnung ist regelmäßig eine Unterschriftsbeglaubigung durch eine deutsche Auslandsvertretung erforderlich. Wie die Deutsche Botschaft Moskau auf ihrer Internetseite schreibt, ist dies „aufgrund des weiterhin gültigen deutsch-sowjetischen Konsularvertrags vom 25. April 1958 in der Russischen Föderation nicht möglich“. Ersatzweise stellen die deutschen Auslandsvertretungen daher gegen eine Gebühr von 25 Euro eine konsularische Bescheinigung aus. Auf dem Sperrkonto muss die Summe von 8.640 Euro nachgewiesen werden. Als Studentin verfügt Nadja nicht über diesen Betrag und muss Freunde bitten, ihr den Betrag zu leihen. Auch kann sie dann ihren Freunden das Geld nicht gleich zurückzahlen: Monatlich können von dem Sperrkonto nur 1/12 (d. h. 720 Euro) verfügt werden.

Alternativ könnte ein deutscher Staatsangehöriger bei der zuständigen Ausländerbehörde am jeweiligen Wohnort eine Verpflichtungserklärung für Nadja abgeben, die als Finanzierungsnachweis dient. Der Antragsteller verpflichtet sich, für alle aufgrund des Aufenthaltes des Ausländers in Deutschland entstehenden Kosten, einschließlich eventueller Krankenbehandlung und Rückführung nach Russland, aufzukommen.

Tja, so einfach ist es für einen Russen nach Deutschland zu reisen.

Hier nun die Ergebnisse der Arbeit der vier genannten deutschen Vertretungen für den Zeitraum 2013 bis 2016. Die Ergebnisse für 2017 liegen nur für Moskau mit ca. 194.000 Visa und für St. Petersburg mit ca. 20.000 Visa vor.

 

 

 

 
Verwundert haben mich etwas die Arbeitsergebnisse des Generalkonsulats von St. Petersburg, denn hier hätte ich einen größeren „Ansturm“ erwartet.
 
Kommen wir nun aber endlich zum Generalkonsulat in Kaliningrad, denn unsere Wissensfrage bezog sich nur auf Kaliningrad.
 
Das Generalkonsulat ist seit 2005 offiziell in Kaliningrad tätig. Wer sich für die Vertretung und deren Entwicklung interessiert, kann den nachfolgenden Link zu unserem youtube-Kanal anklicken:
 
 
So schauen nun die Ergebnisse der Arbeit des deutschen Generalkonsulats in Kaliningrad für den Zeitraum 2013 – 2017 aus:
 
Wie man sieht, zeigt die Statistik nichts Besonderes – in den Tendenzen, d.h. mit dem Rückgang der Visa, passt sich das Generalkonsulat in die Tendenz ein, die alle anderen Vertretungen auch aufzeigen. Ein Großteil dieses Rückgangs ist vermutlich auf die politische Situation seit 2014 zurückzuführen. Ein anderer Teil des Rückgangs kann aber auch daran liegen, dass das Generalkonsulat vermehrt dazu übergegangen ist, Mehrjahresvisa auszustellen und somit die Zahl der Antragsteller natürlich rückläufig ist. Gehen wir davon aus, dass dem so ist und sehen diese Entwicklung nicht nur negativ.

Vielleicht zum Schluss noch eine interessante Zahl, die von „Global Blue“ verbreitet wird. Demnach haben Russen, die sich im Jahre 2017 in Deutschland aufgehalten haben, 16 Prozent mehr Geld ausgegeben, als im Jahr zuvor. Die beliebtesten Shoppingstädte für die Russen sind München und Berlin. Im Durchschnitt hat jeder Russe für 350 Euro irgendetwas in deutschen Läden gekauft. So schlecht scheint es den Russen also nicht zu gehen – oder?

Uwe Niemeier

… ach, ehe ich es vergesse: Wissen Sie eigentlich, dass dieser Wissenstest sich in der Nacht zum 1. des neuen Monats abschaltet? Ja, solche phantastischen technischen IT-Wunder gibt es auf unserem Portal. Und das nächste Wunder passiert dann schon eine Sekunde später, denn dann schaltet sich eine neue Umfrage-Frage wieder zu. Wenn Sie also nichts Besseres zu tun haben bleiben Sie doch einfach wach und beobachten diesen technischen Vorgang. Vielleicht sind Sie ja der oder die Erste mit dem „Klick“. Sie können zwar nichts gewinnen, aber es ist trotzdem ein schönes Gefühl Erste(r) gewesen zu sein.

  • Das deutsche Generalkonsulat in Kaliningrad hat 2017:

    10.000 Visa ausgestellt - 12

    19.000 Visa ausgestellt - 14

    28.000 Visa ausgestellt - 20

    40.000 Visa ausgestellt - 5

    47.500 Visa ausgestellt - 21