Die Kirche von Tharau

Die Kirche von Tharau

Der Förderkreis Kirche Tharau/Ostpreußen e.V. unter Leitung von Dr. Dr. Ehrenfried Mathiak kümmert sich um kulturhistorische Gebäude im ehemaligen Ostpreußen, dem heutigen Kaliningrader Gebiet. Während des monatlich stattfindenden deutschen Wirtschaftskreises in Kaliningrad, hatten die Teilnehmer die Möglichkeit die Geschichte der „Kirche von Tharau“ zu erfahren.

Um es gleich zu Anfang zu sagen: Zu diesem Thema traten insgesamt drei engagierte Gruppen auf – und alle mit emotionalen Darlegungen die zeigten, wie man sich gemeinsam um den Erhalt geschichtsträchtiger Bauwerke in der westlichsten Region Russlands kümmert. Alle drei Gruppen arbeiten gemeinsam an einem Ziel: dem Erhalt der Kirche von Tharau.

Die Kirche von Tharau, die „Ännchen-Kirche“, Baubeginn um 1320, verkörpert wie kaum eine andere den backsteingotischen Baustil des Mittelalters aus der Zeit des Deutschen Ordens.

Bekannt wurde dieses ostpreußische Dorf vor allem auch durch das zu einem der beliebtesten Volkslieder gewordenen Hochzeitsgedichts aus dem Jahre 1637 auf die dortige Pfarrerstochter Anna („Ännchen“) Neander (1618 – 1689). Mit den von Gottfried Herder ins Hochdeutsch übertragenen und von Friedrich Silcher vertonten Versen fand das Lied den Weg in die deutschen Herzen.

Der „Förderkreis Kirche Tharau“ wurde 1989 gegründet. Mit Hilfe erster Privatspenden konnten die Aufräumungs- und erste dringend notwendige Bauarbeiten durchgeführt werden. Das Aufbauwerk wurde dadurch erleichtert, dass der russische Staat den großen Wert der Kirche erkannte und sie in die Liste der schützenswerten Denkmäler aufnahm und eine finanzielle Hilfe für die Restaurierungsarbeit leistete.

Heute arbeiten drei Gruppen gemeinsam an der Fortsetzung der Arbeiten:

  • Förderkreis Kirche Tharau/Ostpreußen e.v.
  • Russisch-Orthodoxe Kirche
  • Die Gemeinde Wladimirowo (ehem. Tharau)

Durch alle Beteiligten wurde ein gemeinsames Nutzungskonzept für die Kirche entwickelt, für die Zeit nach Beendigung der Instandsetzung. So wird die Kirche letztendlich einen Ausstellungsraum, eine Aussichtsplattform sowie Andachtsräume für Christen aller Konfessionen unter ihrem Dach vereinigen, wobei das Hauptschiff für die Russisch-Orthodoxe Kirche geplant ist.

Sehr emotional erzählten die beiden Vertreterinnen der Gemeinde Wladimirowo/Tharau wie die gesamte Bevölkerung des Ortes Anteil nimmt an dem weiteren Aufbau und der Nutzung der Kirche. Aber auch die sehr sachlichen Darlegungen des Vertreters der Russisch-Orthodoxen Kirche hinterließen bei den Zuhörern Eindruck. Die Kirche selbst befindet sich im Eigentum der Russisch-Orthodoxen Kirche, was aber nicht daran hindert, dass sich Investoren, egal aus welchem Teil dieser Erde, sich in dieses Projekt einbringen. Das Argument war denkbar einfach: Die Kirche hat eine vieltausendjährige Geschichte und existiert bis zum heutigen Tag. Einen besseren und solideren Partner kann man sich als Investor eigentlich nicht wünschen.

Bis zum heutigen Tag konnte schon viel erreicht werden, doch sind noch weitere große Anstrengungen zur endgültigen Rettung der Kirche erforderlich. So gilt es jetzt, vorrangig den Turm zu sanieren, seinen Dachstuhl zu erneuern und mit Pfannen einzudecken. Nachfolgend müssen das Gewölbe und der Fußboden des Kirchenschiffes restauriert und weitere Arbeiten an den Außenmauern durchgeführt werden.

Trotz vieler ehrenamtlicher Tätigkeiten ist natürlich auch ein Finanzbedarf ständig vorhanden. Zwei größere deutsche Unternehmen ermöglichten mit ihrem bisherigen finanziellen Engagement die Durchführung dringendster Arbeiten. Um das Gesamtprojekt in einen nutzungsfähigen Zustand zu versetzen, sind weitere 100.000 Euro notwendig.

Deshalb die Bitte des Förderkreises Kirche Tharau/Ostpreußen e.V.:

„Helfen auch Sie mit, dieses Kleinod zu retten.“ Dieses Projekt soll auch als ein Beitrag zur deutsch-russischen Freundschaft gesehen werden.

Der Förderkreis macht darauf aufmerksam, dass Spenden steuerabzugsfähig sind.

Wenn Sie sich engagieren möchten und weitere Informationen benötigen, so finden Sie im nachfolgenden die notwendigen Kontaktdaten

Förderkreis Kirche Tharau/Ostpreußen e.v.
Dr. Dr. Ehrenfried Mathiak
Am Bungert 31
53227 Bonn
Tel. 0228-443691, Fax 0228-445161
 
Spendenkonto:
Konto: 46 001 046
Sparkasse KölnBonn
BLZ 370 501 98

Die Informationsagentur „Kaliningrad-Domizil dankt den Beteiligten für die Zurverfügungstellung von Informationsmaterial für diesen Beitrag.

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