Kaliningrader Sonntagsspaziergang der besonderen Art

Kaliningrader Sonntagsspaziergang der besonderen Art

Vor wenigen Tagen war ein Deutscher aus Jena in unserer Stadt zu Gast. Wir hatten uns kurz vor seinem Besuch in einem deutschsprachigen Russland-Internetforum bekannt gemacht. Er, „Eisenbahner“, kündigte seinen Besuch mit einigen Fragen an und kam dann auch. Und er kam auch zum Trefftisch der Deutschsprachigen in Kaliningrad.

Foto: Trefftisch Deutschsprachiger in Kaliningrad - mittendrin der Autor unseres heutigen Beitrags

 

Nach seiner Rückkehr nach Deutschland, veröffentlichte „Eisenbahner“ einen Erlebnisbericht im Forum und legte auf unserem Informationsportal ein Fotoalbum an. In Absprache mit unserem deutschen Gast veröffentlichen wir hier seinen Kurzbericht . Sie können gerne zu unserem deutschsprachigen Russland-Partnerforum klicken, um die ganze Forumsdiskussion nachzulesen.

 

Ein kurzer Bericht von meiner Kaliningrad-Reise, von der ich heute zurückgekehrt bin:

Es war toll!

Naja gut, etwas detaillierter erzähle ich dann doch noch. Die Stadt hat meine Erwartungen voll erfüllt, es gab sowohl sehr viel geschichtlich Interessantes zu sehen, viel wieder hergerichtetes, allen voran natürlich der Dom und die Stadttore. Aber auch einen Hauch aus Sowjet-Zeiten kann man in manchem Stadtteil prima bekommen, wenn man weiß, worauf man achten muss. Und natürlich das moderne Kaliningrad, das sich immer weiter herausputzt. Die vielen Grünanlagen, Wasser und sorgsam angelegte Spazier- und Radwege zeugen von einer Stadt, die etwas aus sich machen möchte.

Ich habe doch recht viele Ecken der Stadt gesehen, bin mir beinahe die Füße wund gelaufen, aber auch viel mit der Straßenbahn gefahren. Ausprobieren, das klappt alles soweit ganz gut, auch wenn es etwas anders abläuft als in Westeuropa.

Interessant waren auch die Menschen. Fast alle sehr freundlich, zuweilen aber doch anders als in Westeuropa. Vor allem, was bei manchen den Kleidungsstil betrifft. Aber gut, das kennt man ja auch aus so manchem Urlaubshotel in Spanien etc.

Angeschaut habe ich mir auch Selenogradsk, durchaus ebenfalls sehenswert, ein beschauliches Seebad eben. Ende September aber nicht mehr optimal, der starke Wind hat mich förmlich wieder ins Landesinnere hinein geweht. Viele Geschäfte und Lokale dort hatten schon geschlossen, die Saison ist halt vorbei ...

Viel getan werden müsste noch bei der Eisenbahn. Die Elektritschkas haben ihre besten Jahre eindeutig hinter sich, noch schlimmer sind aber die z.T. sehr niedrigen Geschwindigkeiten, die die Fahrzeit unnötig verlängern. Will man nicht noch mehr Verkehr auf den Straßen (morgens war ich zu Fuß entlang der uliza Nevskovo grundsätzlich schneller als jeder Linienbus), sollte mehr am Schienennetz getan werden!

Sehr positiv in Erinnerung bleibt mir auch die große Markthalle, dort roch es herrlich nach frischem Obst, Gemüse, Fisch usw., aber auch sonstiges konnte man da in aller Fülle kaufen. Ebenfalls sehr gut sind die Bäckerei-Kioske, die leckere Backwaren zu sehr guten Preisen anbieten!

Ich komme gerne wieder.

Klicken Sie auf die Fußspuren und schon sind Sie mittendrin in der Fotogalerie und dem fotografischen Erlebnisbericht von "Eisenbahner"

Wenn Sie interessiert sind an der Forumsdiskussion im deutschsprachigen Russlandforum, so klicken Sie auf die Grafik:

Reklame

Kommentare ( 1 )

  • Jenenser

    Veröffentlicht: 6. Oktober 2013 19:42 pm

    Wer hätte das gedacht, dass in Jena die Zahl der Kaliningrad-Interessierten steigt. In der vergangenen Woche traf ich den „Eisenbahner” in Jena persönlich zum Erfahrungsaustausch. Und ich denke, wir werden nun beide den Werdegang der Stadt Kaliningrad und natürlich auch Deiner Informationsagentur kritisch begleiten...

    • Uwe Erich Niemeier

      Veröffentlicht: 6. Oktober 2013 21:08

      ... das würde mich freuen. Insbesondere das "kritische" ist für mich/uns wichtig. Nur wenn man uns hilft, können wir ein für alle interessantes Kalinigrad-Portal schaffen.

Um zu kommentieren, müssen Sie sich registrieren oder einloggen.

Autorisierung