… ach, mal so nebenbei gesucht und nicht gefunden

… ach, mal so nebenbei gesucht und nicht gefunden

Russische Abgeordnete der Staatsduma haben im Staatshaushalt 2016 gesucht und gesucht, aber nichts gefunden.

Russische Abgeordnete der Staatsduma haben im Staatshaushalt für das Jahr 2016 die Gelder gesucht, die für die Kreditgewährung an die Türkei zum Bau des Atomkraftwerkes geplant waren. Trotzdem sie wirklich gründlich geschaut haben, haben sie die Gelder nicht gefunden. Und wenn man kein Geld findet, so kann man auch keine Kredite vergeben – logisch, nicht wahr?

Für die Türkei selber stellt das auch kein großes Problem dar, denn der Bau des Atomkraftwerkes hat auch noch nicht begonnen. Man muss sich also nicht mit einer Investruine rumärgern und kann sich nun nach anderen Firmen umschauen, die das Atomkraftwerk bauen möchten.

Interessant ist jedoch, dass in den von Russland gegen die Türkei verhängten Sanktionen, kein Wort über dieses Atomkraftwerk und auch nicht über die Gasleitung „Türkenlinie“ verloren wird. Was die Gasleitung anbelangt, da waren die Gespräche sowieso eingefroren, denn solange es die innenpolitische Krise in der Türkei gab, wollte die Türkei nichts entscheiden. Na, und jetzt, wo es keine innenpolitische Krise mehr gibt, dafür aber eine außenpolitische Krise, werden wohl die Gespräche nicht wieder aufgenommen und damit hat sich das Thema erledigt.

Der Vertrag für den Bau des Atomkraftwerkes ist aber schon 2010 unterschrieben worden. Vier Reaktorblöcke sollten die Russen bauen – jeder mit 1200 Megawatt. Jetzt gibt es aber wohl erstmal Megaprobleme wegen der Finanzierung. Das ganze Projekt sollte 22 Milliarden Dollar kosten. Drei Milliarden hat Russland schon aus seiner Tasche bezahlt – das ist natürlich Pech, für Russland. Aber die restlichen 19 Milliarden, die hat Russland zumindest gerettet.

Uwe Niemeier

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