Ausnahmezustand auf der Krim – Zusammenfassung der Ereignisse

Ausnahmezustand auf der Krim – Zusammenfassung der Ereignisse

Der heutige Montag ist auf der Krim zum arbeitsfreien Tag erklärt wurden. Durch die Abschaltung der Stromversorgung durch die Ukraine kann der Strombedarf der Krim nur über eine Notversorgung zu 50 Prozent gewährleistet werden.

Kein arbeitsfrei erhalten die Beamten in staatlichen und kommunalen Einrichtungen.

Durch die Regierung der Krim war diese Situation – früher oder später – erwartet wurden und es waren bereits einige vorbeugende Maßnahmen umgesetzt worden.

Betroffen von dem Stromausfall sind 1,9 Millionen Zivilbürger der Halbinsel. Nicht davon betroffen sind wichtige strategische und militärische Objekte, die in der Regel über eine autonome Stromversorgung verfügen.

Sämtliche sozialen Einrichtungen, wie Krankenhäuser, Polikliniken, Wasserstationen, strategisch wichtige Einrichtungen werden weiterhin über autonome Dieselgeneratoren mit Strom versorgt.

Ebenfalls nicht betroffen von der Stromabschaltung ist die Transportinfrastruktur der Halbinsel. Sowohl der Schiffsfährbetrieb, alle Bahnhöfe und Flughäfen arbeiten wie gewohnt.

Durch die Verantwortlichen der Krim ist ein Notfallplan für die Versorgung der Bevölkerung mit Strom erarbeitet und im Laufe des Sonntag in Kraft gesetzt worden. Im wesentlichen werden die Haushalte drei Stunden mit Strom versorgt, danach erfolgt die Abschaltung für sechs Stunden.

Gegenwärtig kann sich die Halbinsel mit 30 Prozent des benötigten Stroms versorgen. Der Vorrat an Treibstoff für die Reserveerzeugung von Strom reicht für 30 Tage.

Eine Beheizung der Wohnhäuser ist gegenwärtig noch nicht nötig, da die Außentemperatur tagsüber bei rund 20 Grad liegt.

In allen Städten ist die Straßenbeleuchtung und Reklame abgeschaltet, Massenveranstaltungen dürfen nicht durchgeführt werden.

Durch die Regierung der Krim wird eingeschätzt, dass es den ukrainischen Nationalisten, die die Sprengung der Leitungen vorgenommen haben, nicht gelungen ist einen wesentlichen Einfluss auf die wirtschaftliche und soziale Situation der Krim Einfluss zu nehmen. Es ist eine außerordentlich schwierige, aber keine ausweglose Lage – so der Pressesprecher des Gesundheitsministeriums der Krim.

Engpässe in der Versorgung der Krim mit Lebensmitteln drohen nicht. Die großen Handelseinrichtungen der Krim haben sich rechtzeitig mit großen Lebensmittelvorräten eingedeckt. Die Geschäfte bleiben auch nur dort geschlossen, wo es überhaupt keinen Strom gibt. Die Kühltechnik arbeitet ebenfalls im normalen Regime. Als es zum Stromausfall kam, haben die Handelseinrichtungen sämtliche leichtverderbliche Ware sofort in die Kühlkammern umgelagert. In den Handelseinrichtungen befinden sich gegenwärtig nur die Waren des unbedingt notwendigen täglichen Bedarfs ohne besondere Kühlregelungen.

Schlechter stellt sich die Situation in kleinen Lebensmittelgeschäften dar. Hier kam es zum Ausfall der Kühltechnik. Die Ware ist noch nicht verdorben, aber in der Qualität minderwärtiger.

Die Bevölkerung selber hilft sich gegenseitig, insbesondere wenn es um die Versorgung von Kleinkindern geht – wie z.B. bei der Erwärmung von Milch und Kindernahrung. Es gibt keinerlei Anzeichnen von Panik.

An allen strategischen Punkten ist ein diensthabendes System eingerichtet. Es sind operative Brigaden gebildet worden, die sofort dort eingreifen, wo es notwendig ist.

Die Situation in diesem Jahr unterscheidet sich völlig von der Stromabschaltung, die die Ukraine im vergangenen Jahr vorgenommen hat. Damals befand sich ein Teil der Bevölkerung fast einen ganzen Tag lang ohne jeglichen Strom. Diesmal war die Krim besser vorbereitet und die Stromabschaltung wird zum großen Teil durch die organisierten Notmaßnahmen abgefangen.

Der ukrainische Stromversorger „UkrEnergo“ hatte darauf hingewiesen, dass bei Sprengung der noch verbliebenen zwei Linien Richtung Krim, nicht nur die Krim ohne Strom sein wird, sondern auch ein Teil der Ukraine. Trotzdem haben ukrainische Nationalisten diese beiden Linien gesprengt.

Im Sommer hatte auf der Krim der Bau von zwei Stromerzeugerstationen begonnen – eine im Kreis Simferopol und eine in Sewastopol. Beide Stationen sind nach Fertigstellung in der Lage 940 Megawatt zu produzieren. Die ersten Stromerzeugerblocks beginnen im Jahre 2017 zu arbeiten. Vollständige Arbeitsfähigkeit wird im Jahre 2018 hergestellt.

Außerdem laufen die Bauarbeiten für Elektrostationen und ein Stromnetz der sogenannten „Strombrücke“ auf vollen Touren. Diese Brücke verbindet das russische Mutterland mit der Halbinsel. Der erste Abschnitt dieser Strombrücke wird bis Ende Dezember in Nutzung überführt, der zweite Abschnitt im ersten Quartal 2016. Damit erfolgt dann aus dem Krai Krasnodar eine Stromversorgung im Umfang von 800 Megawatt im Tag. Damit ist der volle Strombedarf der Krim auch in der Winterzeit abgesichert.

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Kommentare ( 1 )

  • Радебергер Radeberger

    Veröffentlicht: 23. November 2015 02:46 pm

    Diese Nationalisten und die Festlands-Tataren, die den Anschlag da verübt haben, werden wohl nur eine kurze Zeit Freude an ihrer Haß-Orgie haben. Denn nun müßte es auch dem noch Zögerlichsten auf der Krim irgendwie zu Bewußtsein gekommen sein, daß aus der Ukraine in den nächsten Jahren oder gar Jahrzehnten nichts Gutes zu erwarten ist.
    Ganz offensichtlich hat "Moskau" dafür auch den richtigen Blick und wird den Bau - aller - Medien noch mehr beschleunigen, so daß von der Ukraine keinerlei Versorgung mehr bezogen werden muß.
    Seinen Bauern hat ja Jaze sowieso schon ein Riesenei ins Nest gelegt mit den Nahrungsgüter-Sanktionen gegenüber der Krim. Das trifft doch die Ukrainer mehr als die Krim. Die Sanktionswirkung auf der Krim wird wohl nur eine kurze gewesen sein.
    Aber wenn kein Strom, kein Wasser, kein Gas mehr aus der Ukraine abgenommen wird, weil das über die Meerenge aus Krasnodar kommt, schlägt das bei den Ukrainern ganz schön zu Buche. Das sind mehrere hundert Mio. Dollar im Jahr.
    Es schießt sich eben ein Jeder so gut er kann ins eigene Knie, wenn ihm danach ist.

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