Deutsch-Russisches Haus in Kaliningrad ist Ausländischer Agent

Deutsch-Russisches Haus in Kaliningrad ist Ausländischer Agent

Wie unser Informationspartner „NewKaliningrad“ mitteilt, wurde durch ein Kaliningrader Gericht dem Deutsch-Russischen Haus in Kaliningrad der Status „Ausländischer Agent“ zugeordnet.

Die Entscheidung wurde durch das Zentrale Kreisgericht der Stadt Kaliningrad gefällt. Die Information wurde durch den Pressedienst des Gerichtes verbreitet. Die Entscheidung der Einrichtung den Status „Ausländischer Agent“ zuzuordnen, wurde am 25. April 2016 gefällt.

Vorausgegangen war eine Reihe von Kontrollen der Tätigkeit des Deutsch-Russischen Hauses durch die regionale Verwaltung des Justizministeriums.

Die im wesentlichen im Sommer 2015 durchgeführten Kontrollen zur Tätigkeit der Einrichtung in den Jahren 2012-2014 zeigten, dass das Haus in dieser Zeit 30 Millionen Rubel von der Deutschen Agentur für die internationale Zusammenarbeit erhalten hat. Diese Gelder wurden verwendet für die Organisation und Durchführung von Veranstaltungen, die in Kaliningrad eine große gesellschaftliche Aufmerksamkeit hervorriefen. Einige dieser Veranstaltungen waren geeignet den Gedanken der Naziideologie zu verbreiten – eine Form des Extremismus.

Im September 2015 besuchte der deutsche Botschafter in Russland Rüdiger von Fritsch Kaliningrad und erklärte an allen möglichen Stellen seine Beunruhigung zu den durchgeführten Kontrollen des Justizministeriums und der möglichen Gefahr der Zuerkennung des Titels „Ausländischer Agent“ für das Deutsch-Russische Haus.

Über den eigentlich auslösenden Moment für die erhöhte Aufmerksamkeit der russischen Organe zum Deutsch-Russischen Haus, welches bis vor wenigen Jahren noch aus Geldern des Innenministeriums der Bundesrepublik Deutschland finanziert wurde, verlor der Botschafter allerdings keine Worte. Unkluge Verhaltensweisen des deutschen Staates und seiner Vertreter führen jetzt in Kaliningrad zu einer Lage, die für die anwesenden Deutschen das Leben und Arbeiten nicht gerade leichter macht.

Sie interessieren sich für weitere Hintergründe? Dann lesen Sie:

Der Präsident des Deutsch-Russischen Hauses in Kaliningrad Viktor Hoffmann wies Informationen zurück, wonach seiner Einrichtung der Status „Ausländischer Agent“ zuerkannt wurde. Seit Ende 2014 laufen in der mit deutschen finanziellen Mitteln finanzierten Einrichtung der Russlanddeutschen Untersuchungen. Sie wurden ausgelöst durch einen deutschen Diplomaten, der während einer Veranstaltung in diesem Haus, Russland in unerträglicher Art und Weise diskreditierte. Er wurde nach diesem Zwischenfall nach Kiew versetzt.


Foto: Deutsch-Russisches Haus in Kaliningrad – Präsident Viktor Hoffmann

Uwe Niemeier

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Kommentare ( 3 )

  • ru-moto

    Veröffentlicht: 28. April 2016 17:55 pm

    @ russfreund: "like!"

  • ru-moto

    Veröffentlicht: 28. April 2016 19:34 pm

    [Wie sie schon einmal schrieben: Als Gast hat man Rechte, aber auch Pflichten. Und zu den Pflichten gehört nicht, den Gastgeber zu beleidigen oder sich in seine Familienangelegenheiten einzumischen. Ansonsten kann es sein, dass der Gaststatus schneller beendet ist, als mancher so glaubt.]

    Respektlosen, frechen Gästen sollte man besser zu früh als zu spät den Weg weisen. Leider wird die Notwendigkeit dazu meist sehr spät erkannt und umgesetzt. Es gibt inzwischen schon wieder - oder noch immer - sehr viele "Li...".

    Seid gut, aber nicht zu gütig, sonst werden die Wölfe übermütig!

  • ru-moto

    Veröffentlicht: 28. April 2016 21:43 pm

    "Du kannst mit ihnen über ALLES reden und mit ihnen streiten, fass aber bitte 'Mütterchen Russland' nicht an, da kennen Sie keinen Spaß. Die "Grenze des Ertragens von Häme und Böswilligkeit" ist sehr groß, wenn sie jedoch überschritten wird, gibt es keinerlei Chance ungeschoren davonzukommen und das hat grundsätzlich etwas mit ethischen Werten, Kultur und gesundem Patriotismus zu tun und nun suchen wir das mal z.B. in den USA oder in der BRD". [Gerhard Schröder, 12.2.2016]

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