Ein einmaliges Erlebnis – Weihnachten in der russischen Armee

Ein einmaliges Erlebnis – Weihnachten in der russischen Armee
Begleittext zur Videoinformation
Der hier veröffentlichte Text ist der gesprochene Begleittext zum Video und entspricht der Qualität eines Manuskripts. Am Ende des Textes finden Sie den eigentlichen Beitrag in Form einer Videoinformation. Nur der Manuskripttext enthält nicht alle angebotenen Informationen, denn im Videobeitrag gibt es zusätzliche eingeblendete Text-, Grafik- und Fotoinformationen.

 

Die Herbsteinberufung 2018 zum Wehrdienst in der russischen Armee ist abgeschlossen. Einberufen wurden 132.500 Wehrpflichtige. Sie dienen gesetzlich 12 Monate.

 

In der russischen Armee gibt es zwei Einberufungen im Jahr: Die Frühjahrseinberufung, die bis Mitte des Jahres abgeschlossen wird und die Herbsteinberufung, die bis Jahresende durchgeführt wird.

Die Organisation der Einberufung selber erstreckt sich über drei Monate. Die Wehrpflichtigen werden in den jeweiligen Wehrkreiskommandanturen ihrer Heimatorte zusammengefasst und von dort aus in die Standorte transportiert, in denen sie ihren Dienst ableisten werden. Entgegen früherer Praxis wird jetzt der Wehrdienst bevorzugt in der Nähe des Heimatortes organisiert.

15 Prozent der Wehrpflichtigen haben eine Hochschulausbildung. 300 Wehrpflichtige haben das Glück, ihre besondere zivile Qualifikation nun auch in der Armee anwenden zu können und werden in sogenannte Wissenschaftskompanien versetzt, von denen die russische Armee bisher über 16 verfügt. 100 Wehrpflichtige werden in wissenschaftlichen Produktionseinheiten ihren Dienst versehen und 200 Wehrpflichtige dienen in Sporteinheiten.

Die jetzt Einberufenen werden somit nur ein einziges Weihnachtsfest in der Armee feiern, denn der Wehrdienst dauert in der Armee nur noch 12 Monate.

Wie das russische Verteidigungsministerium mitteilt, hat sich die Anzahl der Drückeberger, die der Einberufung zum Wehrdienst nicht gefolgt sind, im Vergleich zum Vorjahr um die Hälfte verringert – eine Tendenz, die seit Jahren anhält. In absoluten Ziffern erschienen im Herbst 2017 rund 3.000 Angehörige nicht zum Wehrdienstantritt, zu dieser Herbsteinberufung waren es 1.200 die dem Ruf des Vaterlandes nicht folgten.

In Russland wurden in den letzten Jahren eine Reihe von Gesetzen erlassen, die es Drückebergern und Fahnenflüchtlingen erschwert, ein normales Leben in der Gesellschaft zu führen. So ist es u.a. seit Juli 2017 staatlichen Organen und Einrichtungen verboten, männliche Arbeitnehmer einzustellen, die noch keinen Wehrdienst geleistet haben.

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