Erste Strafen für Verschweigen einer doppelten Staatsbürgerschaft

Erste Strafen für Verschweigen einer doppelten Staatsbürgerschaft

In Kaliningrad sind die ersten Strafen für das Verschweigen oder die nicht rechtzeitige Meldung der doppelten Staatsbürgerschaft ausgesprochen worden.

Der Umfang der bisher verhängten Strafen beläuft sich für alle Säumigen auf 136.000 Rubel (2.700 Euro). Bestraft wurden 273 Bürger. Somit beträgt die durchschnittliche Strafe 10 Euro, die aber die betroffenen Kaliningrader lieber in eine Tasse Kaffee und ein Glas Krim-Sekt hätten investieren sollen.

Die Strafen werden aber weiter wachsen, da es noch sehr lange Schlangen vor den Abteilungen des Migrationsdienstes gibt, die die entsprechenden Meldungen entgegennehmen. Da die Frist aber seit dem 4. Oktober abgelaufen ist, wissen alle diejenigen, die jetzt die Meldung abgeben, dass es mit zusätzlichen Kosten verbunden ist. Bisher wurden nach dem Stichtag weitere 2.000 Meldungen entgegengenommen.

Bis zum Stichtag hatten 24.000 Kaliningrader ihre zweite Staatsbürgerschaft oder eine Aufenthaltsgenehmigung für einen anderen Staat angezeigt.

Die bisherigen Statistiken zeigen folgende Tendenz zu einer doppelten Staatsbürgerschaft:

  • Kasachstan 10.648
  • Usbekistan 2.719
  • Litauen 2.336

Weitere doppelte Staatsbürgerschaften wurden für solche Länder gemeldet wie Deutschland, Polen, Frankreich, Italien, Spanien, Norwegen, Kanada, USA, Großbritannien, Portugal, Brasilien, Arabische Emirate, Jemen, Mauretanien.

Bürger die eine doppelte Staatsbürgerschaft den Behörden melden, können diese auch in der Russischen Post abgeben, die diese weiterleiten. Bisher nutzten diese Möglichkeit 785 Kaliningrader.

Durch den Migrationsdienst wird geschätzt, dass es in Kaliningrad mehr als 100.000 Bürger mit einer doppelten Staatsbürgerschaft gibt.

Der Kaliningrader Migrationsdienst beschwert sich über die Disziplinlosigkeiten der Kaliningrader. Trotzdem der Zeitpunkt der Meldung einer doppelten Staatsbürgerschaft lange bekannt war und ausreichend Zeit vorhanden war, haben viele die Abgabe der Meldung hinausgeschoben. Jetzt arbeitet der Migrationsdienst bis 23.00 Uhr Nachts, jeden Tag, um der Flut der Meldungen Herr zu werden.

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