Europäische Union geht zu kollektiver Bestrafung der Krim-Bewohner über

Europäische Union geht zu kollektiver Bestrafung der Krim-Bewohner über

Das russische Außenministerium ist der Ansicht, dass die Verweigerung von Visa für die Krim-Bewohner durch die Europäische Union einer kollektiven Bestrafung gleichkommt.

Die Europäische Union hat Bedingungen geschaffen, die es den Krimbewohnern, unabhängig ihrer Nationalität, erheblich erschwert, ein Visum für den Schengenraum zu bekommen.

Damit schafft die Europäische Union bewusst Bedingungen zur Einschränkung des Rechtes der Menschen der Halbinsel auf freie Bewegung und dies ist durch nichts begründet und stellt eine kollektive Bestrafung der Bewohner der Halbinsel dar – so ein Kommentar aus dem russischen Außenministerium.

Im Ergebnis des Beitritts der Krim zur Russischen Föderation, haben die Länder der Europäischen Union ihre konsularischen Vertretungen und Visazentren auf der Halbinsel geschlossen und nehmen Anträge für ein Visum nur noch in konsularischen Vertretungen der Ukraine entgegen.

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Kommentare ( 1 )

  • Dietrich Völker

    Veröffentlicht: 26. März 2015 01:24 pm

    Dieser Standpunkt der EU ist doch nur konsequent. Fuer die EU ist die Krim eben nachwievor ein Bestandteil der Ukraine und somit im Konsulatsbezirk der Vertretungen in der Ukraine.
    Das ist fuer die Buerger dort bestimmt laestig und noch beschwerlicher, aber eine Zuordung von konsularischen Vertretungen auf der Krim zur RF ist fuer die EU-Staaten einfach tabu.

    Wenn dieses Problem geloest werden soll, sollte die RF mal zusammen mit der OSZE nachdenken, wie dieser voelkerrechtswidrige Zustand der Krim als Teil der RF im Nachhinein geheilt werden kann.

    Denn: Verstaendlich ist die Meinung vieler Buerger der Krim schon, wenn sie der RF angehoeren wollen.

    • Uwe Erich Niemeier

      Veröffentlicht: 26. März 2015 08:38

      ... ein Fakt ist aber auch, dass die Europäische Union mit dieser Handlungsweise ganz bestimmt keine Sympathien bei den Krim-Bewohnern für die Ansichten der EU entwickelt. Aber das ist vermutlich auch nicht wichtig - für die EU. Gespräche sind immer gut um Konflikte zu lösen, da stimme ich mit Ihnen völlig überein. Deshalb wäre es auch gut gewesen, wenn die Europäische Union in Vorbereitung des umstrittenen Assoziierungsvertrages auch mit Russland gesprochen hätte, denn dann würde es diese Situation überhaupt nicht geben.

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