Gouverneur kritisiert harsch seine Chef-Denkmalpflegerin

Gouverneur kritisiert harsch seine Chef-Denkmalpflegerin

Russland, russische Firmen und russische staatliche Verwaltungsorgane sind für ihre unsanfte Arbeit mit angestelltem Personal bekannt. Die Kultur der gegenseitigen Achtung, auch in schwierigen Situationen, ist weniger ausgeprägt als in Westeuropa. Auch der Kaliningrader Gouverneur macht hier keine Ausnahme.

Im Verlaufe von zweieinhalb Jahren Tätigkeit als Leiterin des Dienstes für die Bewahrung des Kulturerbes im Kaliningrader Gebiet hat Larisa Kopzowa nichts weiter getan, als irgendwelche Konzeptionen und normative Rechtsakte erarbeitet. Nicht ein einziges Kulturerbe-Objekt ist restauriert worden. Mit diesen Anschuldigungen konfrontierte der Gouverneur seine Mitarbeiterin während einer Regierungssitzung. Der Gouverneur schätzte die Arbeit des Dienstes als nicht zufriedenstellend ein.

«Erarbeitet wurde eine Anordnung der Regierung des Kaliningrader Gebietes. Eine wichtige Aufgabe! Es wurden normative Rechtsakte herausgegeben – eine wichtige Arbeit! Und das Programm erschien – eine konkrete Arbeit! Alle Gutshäuser bei uns befinden sich in Privathand. Und es gibt nicht eine einzige Gerichtsklage gegen die Eigentümer um diese zu zwingen sich um ihr Eigentum zu kümmern, dies zu pflegen und zu erhalten. Wo ist zumindest eine Klage? Zeigen sie mir irgendeinen Gutshof der während ihrer Amtszeit restauriert wurde. In Tschernjachowsk wächst auf einem Balkon ein Baum, so dick wie mein Arm – wer soll mit dem Eigentümer arbeiten und ihn zwingen sein Eigentum in Ordnung zu halten», stürzte sich Zukanov auf Frau Kopzowa.

Frau Kopzowa versuchte dem Gouverneur zu erklären, dass Kulturerbeobjekte sich nicht nur im Gebietseigentum befinden, sondern zum größten Teil Föderales Eigentum sind und sie zu diesen Objekten nur einen indirekten Zugriff über die Verwaltungen in den Kommunen hat.

«Alles Unfug – das ist ihre Arbeit. Sie arbeiten nicht mit den Eigentümern. Anstelle dessen gehen sie in Krankenhäuser und Kindergärten die auch zu den Denkmälern gehören und beginnen mit irgendwelchen Kontrollen und lassen die Leute dort links und rechts antreten. Oder sie gehen zu denen die ein Gebäude schon restauriert haben und dieses in Ordnung halten und bringen diese Leute in eine unangenehme Lage. Aber die, die sich nicht um die Instandhaltung kümmern – zu denen gehen sie nicht und führen auch keine Sanktionen durch. Aber man muss sich mit den Restaurierungsarbeiten beschäftigen. Wie lange arbeiten sie – zwei Jahre? Nicht ein einziges Denkmal haben sie instand gesetzt», so der Gouverneur.

Quelle: http://rugrad.eu/news/611013/

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