Kaliningrader Polit-Ping-Pong setzt sich fort

Kaliningrader Polit-Ping-Pong setzt sich fort

Wir berichteten schon mehrmals darüber, dass in steter Regelmäßigkeit Kaliningrader Regierungsverantwortliche in Skandale verwickelt werden. Für die uns selbst gestellte Aufgabe, optimistische Informationen aus Kaliningrad zu senden, ist dies nicht förderlich. 

Andererseits über einige Dinge einfach zu schweigen ist auch nicht richtig, denn wir möchten mit unseren Informationen Kaliningrad mehr in den Mittelpunkt der Aufmerksamkeit deutscher Unternehmer rücken um diese eventuell zu einem Engagement in Kaliningrad zu überzeugen. Und wenn es negative Erscheinungen gibt, so ist es einfach nicht fair (dem deutschen Portalnutzer gegenüber), darüber zu schweigen.

Und so hat mal wieder „Jemand“ im Auftrag von „Jemandem“ aus „Unterlagen“ ausgegraben, dass die Frau des Kaliningrader Bürgermeisters Jaroschuk in ihrer „politischen“ Deklaration vergessen hat ein Grundstück auf Kurskaja Kosa, im Ort Lesnoje aufzuführen.

Dieses Grundstück gehört der Frau des Bürgermeisters allerdings auch nicht. Sie hat es nur angemietet. Und warum man ihr nun in Massenmedien dies zum Vorwurf macht, ist mir ehrlich gesagt, nicht verständlich. Der Vorwurf besteht darin, dass die Frau des Bürgermeisters alle anderen Immobilienobjekte die sie besitzt, gemeinsam mit den angemieteten Grundstücken deklariert hat und eben dieses eine Objekt nicht. Und nun sollen sich die Rechtspflegeorgane mit diesem Fakt beschäftigen.

Journalisten unseres (von Kaliningrad-Domizil sehr geschätzten) Medienpartners „rugrad.eu“ gingen auf Erkundung und fanden heraus, dass auf diesem Grundstück ein Haus gebaut ist, deklariert als Gästehaus, jedoch dort ein Zimmer anzumieten ist nicht möglich.

Wer will denn nun aber die Frau des Bürgermeisters zwingen dort Zimmer zu vermieten? Vielleicht ist es kein öffentliches Gästehaus? Wichtig ist doch, dass die Miete für das Grundstück und die Steuern für die Immobilie bezahlt werden – oder?

In dem Artikel wird auch noch erwähnt, dass es sich um mehrere Grundstücke handelt, die nicht so streng voneinander abgegrenzt sind und es werden die Mieter der benachbarten Grundstücke benannt. Nun gut, was spricht denn dagegen, wenn man sich untereinander gut versteht und keine drei Meter hohe Mauer baut, sondern einfach nur eine virtuelle Grundstücksgrenze beachtet? Und was spricht dagegen, wenn man sich als Nachbarn Leute aussucht, die in der gleichen sozialen Lage sich befinden wie die Frau des Bürgermeisters?

Der Leiter der Kaliningrader Antikorruptionsorganisation „Transparenzi-International“ hat sich an den Generalstaatsanwalt der Russischen Föderation, Juri Tschaika und an den Staatsanwalt des Kaliningrader Gebietes, Sergej Tabelski mit Bitte um Einleitung einer Untersuchung zu den verschwiegenen Fakten gewandt.

Quelle: http://rugrad.eu/news/620325/

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