Kann Russland die USA vernichten?

Kann Russland die USA vernichten?
Begleittext zur Videoinformation
Der hier veröffentlichte Text ist der gesprochene Begleittext zum Video und entspricht der Qualität eines Manuskripts. Am Ende des Textes finden Sie den eigentlichen Beitrag in Form einer Videoinformation.

 

 

 

Mit dieser Frage beschäftigt sich das Informationsportal „Lenta.ru“ in einem Beitrag vom 24. Oktober.

Beginnen wir einleitend mit der Feststellung, dass Russland nicht plant, Amerika zu vernichten. Dies hatte Putin während einer Veranstaltung des Valdai-Clubs im Oktober eindeutig erklärt. Und es gab anschließende Kommentierungen von russischen Verantwortlichen, die nochmals erläuterten, dass Russland kein Land angreifen werde. Russland werde immer aus der Position des Angegriffenen handeln. Putin hatte seine Äußerungen zwar bezogen auf den Einsatz von Atomwaffen, wo Russland mit einem Gegenschlag antworten würde, während die gegnerischen Raketen bereits Richtung Russland unterwegs sind. Aber man kann diese Doktrin und die putinschen Äußerungen wohl durchaus auch werten für die klassischen Streitkräfte, d.h. ein Gegner greift an, gelangt auf russisches Territorium und wird von dort ausgehend bekämpft. Französische Truppen sind vor ein paar Jahren bis Moskau gekommen, Deutschland hat es nur bis wenige Kilometer vor Moskau geschafft. Bleibt zu hoffen, dass ein zukünftiger Gegner im Rahmen der Tagesaufgabe einer Mot.-Schützendivision, sprich 50 Kilometer, zum Stehen gebracht wird.

Kommen wir aber zu „Lenta.ru“, welches den stellvertretenden Präsidenten für Informationspolitik der Russischen Akademie für Raketen- und Artilleriewissenschaften, Doktor der Militärwissenschaften Konstantin Siwkow, zitiert.

Dieser äußerte, dass das moderne Russland mit den USA nicht konkurrieren kann – was die Anzahl der Atomwaffen anbelangt. Allerdings finde man asymmetrische Antworten zur quantitativen Überlegenheit der USA.

Die bisherigen Abrüstungsmaßnahmen beider Länder haben garantiert, dass es zu keinem atomaren Winter kommen kann. Aber der jetzige Zustand ist leider der, dass ein Atomkrieg wieder in den Bereich des real Möglichen zurückgekehrt ist.

Sollte es zu einen Präventivschlag kommen, so sind die USA in einer weitaus besseren Lage als Russland. Die Erfahrungen der Sowjetunion zu wiederholen, d.h. die Schaffung einer Gruppierung der Landstreitkräfte, die in der Lage ist, einen möglichen Gegner zu vernichten – dazu ist Russland nicht mehr in der Lage, weder aus wirtschaftlichen Gründen, noch aus demographischen, noch aus weltanschaulichen Ansichten.

Ein Ausweg aus dieser Situation ist die technologische Schaffung von Hyperkaliber-Atomwaffen, d.h. mehr als 100 Megatonnen. Und Russland verfügt über derartige Atomwaffen. Die Produktion von 40-50 dieser Gefechtsköpfe für schwere interkontinentale ballistische Raketen oder für superweitreichende Torpedos garantiert die Schaffung einer kritisch-gefährlichen Situation im Sinne der geologischen Bedingungen für das Territorium der USA. In dem Beitrag wird der Yellowstone Supervulkan erwähnt und die Spalten der pazifischen Küste.

In seinem Beitrag erinnert der Doktor der Militärwissenschaften daran, dass bereits im Jahre 1961 die Sowjetunion über Atomwaffen mit 58 Megatonnen verfügte und diese für den Gefechtseinsatz zur Verfügung standen. Und man verfügte damals über Möglichkeiten, mit diesen Waffen die USA als Staat zu vernichten.

Im Februar 2018 hatte Siwkow vorgeschlagen, eine Anti-Asteroide Thermo-Megarakete für den Preis von 210 Milliarden USD zu schaffen. Im November 2017 hatte der Doktor der Militärwissenschaften erklärt, dass Russland, als Antwort auf das mögliche Ausscheiden der USA aus vertraglichen Vereinbarungen, nichttraditionelle Trägersysteme von Atomwaffen mit superstarken Sprengköpfen entfalten könnte.

In dem Beitrag wird daran erinnert, dass der Ausbruch von Supervulkanen zu globalen Auswirkungen auf die Biosphäre des Planeten führt. In den USA, im nordwestlichen Teil des Bundesstaates Wyoming, befindet sich die Yellowstone Caldera, in der eine riesige Magmakugel versteckt ist. Ihr Durchbruch kann eine irreversible Degradierung der Territorien Nordamerikas hervorrufen. Die Wahrscheinlichkeit des nächsten Ausbruchs eines solchen Supervulkans wird von Wissenschaftlern als extrem niedrig eingeschätzt.

Am gestrigen Dienstag fand ein Gespräch zwischen dem russischen Präsidenten Putin und dem US-Beauftragten Bolton statt. Im Ergebnis des Gespräches sollen sich beide Seiten auf die Fortsetzung von Verhandlungen geeinigt haben.

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