Kriegsgräberfürsorge in Kaliningrad

Kriegsgräberfürsorge in Kaliningrad

Kriegsgräberfürsorge ist kein einfaches Thema. Es geht um Orte der letzten Ruhe für diejenigen, die ihr Leben vorzeitig gegeben haben für die Durchsetzung oftmals subjektiver Interessen. Aber unabhängig davon, welche Uniform diese Menschen trugen – sie haben das Wertvollste gegeben, was ein Mensch geben kann: das Leben. Und für die Überlebenden  ist es Pflicht, für eine angemessene und erinnernde letzte Ruhestätte zu denken.

In Ostpreußen, im Königsberger Gebiet, fanden sowohl während des Ersten Weltkrieges, wie auch im Zweiten Weltkrieg schwerste Kämpfe mit vielen menschlichen Opfern statt. Gerade nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges (Großen Vaterländischen Krieges), hatte man ein etwas schwieriges Verhältnis zu den Gefallenen, insbesondere zu den deutschen Gefallenen. Heute nun, insbesondere nach der Initiative des russischen Präsidenten vom Ende des vergangenen Jahres, wo er zur Kriegsgräberfürsorge aufrief, tut sich einiges um das Andenken an die Gefallenen zu wahren und andererseits damit auch Signale zu setzen, dass an sich „Krieg die Fortsetzung der Politik – nur mit gewaltsamen Mitteln ist“ (Clausewitz).

Wie die Ministerin für Kultur des Kaliningrader Gebietes, Svetlana Kondratjewa  informierte, wird in Gusew ein militärhistorisches Denkmal des Ersten Weltkrieges geschaffen. Im Weiteren werden eine Reihe von Ausstellungen zu dieser Problematik in alten deutschen Festungsanlagen im Kaliningrader Gebiet organisiert.  Alle Maßnahmen die bis Ende August im Kaliningrader Gebiet veranstaltet werden, finden breite Unterstützung durch die föderale Regierung in Moskau.

Nach inoffiziellen Angaben befinden sich auf dem Kaliningrader Gebiet ungefähr 1.000 Grabstellen aus dem Ersten Weltkrieg. Staatlicherseits sind aber nur 24 registriert. Ab Juni 2013 nimmt auch das russische Verteidigungsministerium an der Arbeit zur Bestandsaufnahme, Restaurierung und Pflege teil. Dies betrifft sowohl Grabanlagen aus dem Ersten Weltkrieg wie auch dem Großen Vaterländischen Krieg.

Quelle: http://www.freekaliningrad.ru/in-the-kaliningrad-region-on-military-graves-of-the-first-world-war-establish-memorials_articles/

 

Initiativgruppe russischer Offiziere und Offiziersschüler sorgt sich um Kriegsgräber

Eine Initiativgruppe aus Lehrern und Offiziersschülern des Baltischen Militärinstitutes in Kaliningrad, aber auch einiger ziviler Praktikanten werden Kriegsgräber aus der Zeit des Ersten Weltkrieges in der Siedlung „Jablonewka“ (Kreis Gurew) rekonstruieren. Die Arbeiten hierzu werden sich über mehrere Monate erstrecken. Vor einigen Jahren fanden Bewohner neben der Schlucht an der mittelalterlichen Kirche im ehemaligen deutschen Ort Lichtenhagen den Teil eines Obelisken aus rosafarbenem Granit. Er wurde gehoben und neben der Kirche wieder aufgestellt. Die Schlucht, die irgendwann zugeschüttet worden war, wird nun weiter erforscht. Es worden zwei weitere Platten aus diesem Granit gefunden mit einer Namensaufstellung der Bewohner der Siedlung, die im ersten Weltkrieg gefallen waren.

Zum jetzigen Zeitpunkt sind die Mitglieder der Initiativgruppe bemüht zu erkunden, wo dieses Denkmal zu deutschen Zeiten real stand. Hierzu werden deutsche Foren im Internet genutzt. Des Weiteren werden Spezialisten gesucht um das Denkmal fachmännisch wieder herzurichten.

Quelle: http://www.newkaliningrad.ru/news/community/2219670-prepodavateli-i-kursanty-bvmi-vosstanavlivayut-pamyatnik-pervoy-mirovoy-v-yablonevke.html

 

Deutsche Aktivisten pflegen Kriegsgräber im ehemaligen Ostpreußen

Auch deutsche Bürger nehmen an der Pflege und Restaurierung von Gräbern aus den Weltkriegen teil. Regelmäßig und dies nun schon über viele Jahre, reisen deutsche Arbeitsgruppen nach Kaliningrad um hier in ehrenamtlicher Arbeit das Gedenken an diejenigen zu pflegen, die das Wertvollste gaben, was ein Mensch hat – das Leben.

Auf der Internetseite http://www.rkmeppen.de/index.php/kriegsgraebefuersorge

zeigt die Reservistenkameradschaft Meppen die Ergebnisse ihrer vieljährigen Arbeit.

In unserer Fotogalerie zeigen wir einige Aufnahmen zu Denkmälern und Kriegsgräbern im heutigen Kaliningrader Gebiet.

 

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