Litauen in Angst und Schrecken vor „Kaliningrad-Korridor“

Litauen in Angst und Schrecken vor „Kaliningrad-Korridor“

Der „Kurier“ aus Österreich informiert, dass Litauen Angst vor der Schaffung eines Korridors hat, welcher das Kaliningrader Gebiet mit Weißrussland verbinden könnte.

Litauen ist in Angst und Schrecken versetzt vor einem Überfall Russlands und vor Moskauer territorialen Forderungen zur Schaffung eines „Korridors“, welcher Weißrussland mit dem Kaliningrader Gebiet verbinden soll. Dies schreibt „Russia Today“ mit Bezug auf den „Kurier“.

Nach den Worten der litauischen Präsidenten sind Gespräche mit dem „Terrorstaat Russland“ sinnlos. Eine Antwort kann nur die Erhöhung der Verteidigungsfähigkeit Litauens sein.

Der „Kurier“ informiert, dass Litauen sehr ernsthaft die Möglichkeit eines russischen Überfalls in Betracht zieht und damit auch nicht ausschließt, dass Moskau territoriale Forderungen erhebt. Unter Beachtung, dass Litauen und Weißrussland durch das Kaliningrader Gebiet getrennt werden, besteht die Möglichkeit, dass Russland die Forderung nach Schaffung eines „Korridors“ erhebt – so ein Experte aus dem Zentrum für Osteuropa-Forschungen in Vilnius.

Litauen hat unlängst über sein Parlament die Wehrpflicht wieder eingeführt. Gegenwärtig verfügt die litauische Armee über 8.000 Berufssoldaten und 4.500 Freiwillige.

Weiterhin ist Litauen beunruhigt über die Raketen „Iskander“, die im Kaliningrader Gebiet stationiert sein sollen. In litauischen Schulen wird unter den Schülern Informationsmaterial verteilt, wie sich die Kinder im Falle von Bombenangriffen verhalten sollen. Auch werden in den Schulen Übungen zum Luftschutz durchgeführt.

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Kommentare ( 1 )

  • Dietrich Völker

    Veröffentlicht: 26. März 2015 00:59 pm

    Warum sollte Litauen einen Korridor akzeptieren?
    Klar war schon 1945, dass das noerdliche Ostpreussen wegen der Militaerstrategie der Sowjetadministration leider der RFSR zugeschlagen werden musste. Das Misstrauen der Sowjets gegen die Litauische SSR muss einfach zu gross gewesen sein. Diese fehlerhaft Allokierung raecht sich nunmehr.
    Aber Lukaschenko mit seinen Absichten wuerde so eine Geschichte sicher in die Haende spielen.
    Fragt sich nur was nach Lukaschenko passieren wird.

    • Uwe Erich Niemeier

      Veröffentlicht: 26. März 2015 08:59

      ... Litauen muss keinen Korridor akzeptieren - niemand fordert dies. Es wäre nur eine Möglichkeit, das Exklavenproblem Kaliningrads zu lösen. Und dabei könnte Litauen natürlich noch ein wenig Geld verdienen, denn für so einen Korridor und dessen Nutzung müssten natürlich durch die Nutzer (also die Russen) Gebühren bezahlt werden. Und das so ein Korridor relativ leicht zu kontrollieren/überwachen ist, ist ja in unserer modernen Zeit allen klar.

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