Manöver von Ostsee bis Schwarzmeer

Manöver von Ostsee bis Schwarzmeer

Westlich der russischen Grenze, von der Ostsee bis zum Schwarzen Meer, finden seit gestern unter dem Namen „Atlantische Entschlossenheit“ NATO- und US-Manöver statt.

In einer bilateralen Operation von der rumänischen US-Luftwaffenbasis Mihail Kogălniceanu aus trainieren 200 Soldaten der 7. US-Armee gemeinsam mit ihren rumänischen Kollegen die Eroberung lokaler Ziele durch Fallschirmspringer mit Unterstützung abgeworfener Artillerie-Haubitzen.

Bilateral organisiert sind auch die Sprünge der amerikanischen 173. Luftlandebrigade gemeinsam mit rumänischen Einheiten auf dem Übungsgelände Smardan. Außerdem demonstrieren 600 US-Soldaten der 2. Schwadron des 2. Kavallerieregiments die Einsatzbereitschaft der US- und NATO-Streitkräfte dieser Tage mit Übungen in Rumänien, Bulgarien, Litauen und Deutschland.

PR-Tour Dragoon Ride

Die 3. Schwadron desselben Regiments, die zuvor in den drei baltischen Ländern und in Polen im Manövereinsatz war, kehrt gegenwärtig im Rahmen einer weithin publizierten Werbetour durch fünf Länder auf ihre Basis im oberpfälzischen Vilseck zurück. Die Tour steht unter dem Titel: Dragoon Ride.

Insgesamt 1.800 Kilometer legen die über 100 Fahrzeuge der Kolonne, darunter Dutzende US-Radschützenpanzer “Stryker”, durch Estland, Lettland, Litauen, Polen und Tschechien zurück. “Stryker” werden im Rahmen hochmobiler Verbände eingesetzt, die innerhalb von 96 Stunden an jedem Ort der Erde zum Angriff bereit sind. Die Fahrzeuge können auch mit Fallschirmen über dem Zielgebiet abgeworfen werden.

Während der Dragoon-Ride-Tour werden mehrere PR-Zwischenstopps eingelegt, zu denen die Bevölkerung eingeladen ist. Medien berichten von Jubel und großem Andrang.

Eine Webseite des amerikanischen Verteidigungsministeriums spricht davon, Dragoon Ride solle die Bewegungsfreiheit der US-Truppen auf NATO-Territorium unterstreichen. Die Tour sei eine „sichtbare Demonstration der US-Verpflichtung gegenüber den Menschen des jeweiligen Landes sowie der Entschlossenheit des NATO-Bündnisses.“

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Kommentare ( 1 )

  • Dietrich Völker

    Veröffentlicht: 26. März 2015 01:06 pm

    Die NATO macht also ein Manoever.
    Da war Putin schon "besser".
    Denn, dass was er in der Ukraine mit der voelkerrechtswidrigen Annektion, geschoent mit einer Volksabstimmung, betrieben hat, war in der Tat ein kriegerisches Vorgehen. So moralisch ehrenwert das Selbstbestimmungsrecht der Bewohner sein mag.
    Das haette auch anders und dann voelkerrechtskonform eingefaedelt werden koennen.
    Leider, leider hat sich die Russische Foederation hierbei durchaus als Vertragsbruechig erwiesen, hatte sie doch 1994 die territoriale Integritaet der Ukraine garantiert. Ein Verhalten, was man vor nicht zu langer Zeit einigen zentralafrikanischen Staaten nur zugetraut haette.

    • Uwe Erich Niemeier

      Veröffentlicht: 26. März 2015 08:55

      ... Die NATO veranstaltet Manöver an der Westgrenze Russlands. Darf Russland da beunruhigt sein?
      ... Was würden wohl die USA sagen, wenn Russland Übungen auf Kuba oder in Venezuela abhält?
      Die USA stationieren Raketen und Raketenabwehrsysteme direkt an der russischen Grenze. Das macht Russland nervös. 1962 hatte die Sowjetunion auch versucht, Raketen auf Kuba, auch vor der Nase der USA zu stationieren. Da waren die Amerikaner bereit, einen dritten Weltkrieg zu beginnen.

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