Muss tschechischer Präsident seine Moskau-Reise privat finanzieren?

Muss tschechischer Präsident seine Moskau-Reise privat finanzieren?

Der tschechische Präsident Seman hat seine Teilnahme an den Feierlichkeiten am 9. Mai zum Jahrestag des Sieges im Zweiten Weltkrieg zugesagt. Belehrungen seitens des US-Botschafters hat er in scharfer Form zurückgewiesen. Nun will seine Regierung ihm Dienstreisegelder kürzen.

Die tschechische Regierung hat am Mittwoch erklärt, sich mit der Frage der Finanzierung der Reise des tschechischen Präsidenten, anlässlich des 70. Jahrestages des Sieges über den Faschismus im Zweiten Weltkrieg nach Moskau, beschäftigen zu wollen.

Darüber informierte im Verlaufe einer Pressekonferenz der Vizepremier Pavel Belobradek, welcher auch gleichzeitig der Vorsitzende der Christdemokratischen Union ist.

Der Vizepremier informierte, dass er persönlich nicht gegen eine Reise des Staatsoberhauptes habe, wenn diese Reise den Opfern im Zweiten Weltkrieg gewidmet ist. Aber die Teilnahme des Präsidenten an der Militärparade in Moskau ist notwendig in der gegenwärtigen internationalen Situation.

Sollte also die tschechische Regierung ihrem Präsidenten die Erstattung der Reisekosten verweigern, wird dieser, wenn er teilnehmen will, diese Reise privat finanzieren müssen. Die Kosten für den Besuch werden auf rund 24.000 USD geschätzt. Allerdings ist darin nicht die Nutzung des Regierungsflugzeuges enthalten.

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Kommentare ( 1 )

  • Bastian Радебергер Radeberger

    Veröffentlicht: 9. April 2015 21:26 pm

    Diese Reaktion der tschechischen Regierung bezüglich der Dienstreisen ihres Präsidenten ist mehr oder minder die Anweisung durch den US-Botschafter. Hier soll klar gestellt werden, wer Herr im Hause Nato ist. Große Teile der tschechischen Bevölkerung hatten sowieso gegen diesen Panzermarsch der US-Truppen längs der Nato-Außenfrontlinie durch die Tschechische Republik was. Deswegen hat ja auch dessen Innenministerium ziemlich harsch reagiert und hohe Gefängnisstrafen auf Eier und Tomaten werfende protestierende Bürger gegen die "befreundeten" US-Panzer angedroht. Für Zustimmungsbekundung waren doch Winkelemente (Fähnchen) ausgeteilt worden. Da entscheidet sehr demokratisch das Ministerium über Straftatbestand und Urteil. Das ist wahre Demokratie in der EU. Hurrrra !!!
    Und dann vormauliert sich auch noch der tschechische Präsident, dieser alte Kerl gegenüber dem US-Botschafter. Das geht ja nun gar nicht. In der Ukraine trauen sich Petro und Arsenij nicht ungefragt einen Furz zu lassen. Und dieser Grüßaugust von diesem Miniland traut sich auch noch eine kesse Lippe zu haben, wo wir doch Sanktionen befohlen haben.

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