Neues und Unwichtiges aus der russischen Bärenhöhle

Neues und Unwichtiges aus der russischen Bärenhöhle

Wir haben mal wieder Unwichtiges, weniger Wichtiges, Langweiliges und einfach nur irgendwelche Informationen für Sie aus der russischen Bärenhöhle zusammengestellt …

Russische Bären sind gemütlich. Böse Zungen behaupten sogar, dass Bären faul und träge sind. Nun sind russische Bären im diplomatischen Dienst dabei erwischt worden, den bösen Zungen Recht zu geben. Vier russische UNO-Diplomaten sind durch den russischen Blogger Juri Schtengelju dabei erwischt worden, wie sie im Verlaufe von acht Jahren ein und dieselben Reden, mit minimalen textlichen Abweichungen vor den Einrichtungen der UNO gehalten haben. Der Blogger analysierte diese Reden und stellte weitgehende Übereinstimmung fest. Lange brauchte er nach den Reden nicht zu suchen, denn diese sind alle auf der offiziellen Internetseite des russischen Außenministeriums oder der russischen Vertretung bei der UNO veröffentlicht. Die offizielle Sprecherin des russischen Außenministeriums erklärte, dass das völlig normal sei, denn die russische Politik zu diesen, in den Reden dargelegten Problemen, ist stabil und die Positionen fast unverändert.

Ein russischer Bär hat die Litauische Polizei kräftig blamiert. Er wurde – übrigens völlig zu Recht – von der litauischen Polizei festgenommen. Trotz Handschellen gelang es dem Russen die Polizisten zu überwältigen, ihnen die Kalaschnikow wegzunehmen und zu flüchten. Er begab sich in sein Hotel, befreite sich dort von den Handschellen, nahm eine Dusche, kleide sich um und begab sich dann zur nächsten Polizeistation. Dort gab er die „erbeutete“ Maschinenpistole ab und stellte sich dem weiteren Verlauf der Dinge. Hohn und Spott im russischen Internet gab es ausreichend.

Für die litauische Polizei ist die „Kalaschnikow“ zu kompliziert. Das stellte man im litauischen Innenministerium fest, denn es kam zu zwei Zwischenfällen in Vilnius. Einmal verwundete ein Polizist zufällig einen Obdachlosen und ein anderes Mal gelang es einem russischen Bürger einem Polizisten die Waffe zu entwenden. Nun steht fest, dass diese Waffen für die litauische Polizei ungeeignet sind und durch den Generalkommissar der litauischen Polizei wurde eine Umrüstung angewiesen. Die Pressesprecherin der Polizei bat die Litauer, keine Zweifel an der Professionalität der Polizei zu haben. Für den Fall aller Fälle ist dann aber trotzdem der litauische Innenminister zurückgetreten.

Russische Bären sind wohl zu fett. Dieser Ansicht ist auf alle Fälle ein Abgeordneter der Duma aus der Fraktion „Gerechtes Russland“. Schuld daran sind Chips und süße alkoholfreie Getränke – so meint der Politiker. Und deshalb muss man etwas dagegen tun. Er schlug vor, auf diese Waren eine Akzise zu erheben.  So sollen die Russen für 100 Gramm Chips 12 Rubel zahlen und für einen Liter gesüßtes Wasser 15 Rubel. Diese Akzisen sind aber erst zum eingewöhnen, denn für 2017 sollen sie dann auf 13 und 16 Rubel angehoben werden. Er hofft, dass sich damit die 45 Prozent der russischen Bevölkerung die an Übergewicht leiden, ein paar Gramm abspecken werden. Andererseits hofft er aber auch, dass das Staatssäckel durch diese Akzisen etwas dicker und fetter wird.

Endlich hören wir mal wieder etwas von Onischenko. Sie erinnern sich? Das war der oberste Verbraucherschützer in Russland, der in regelmäßigen Abständen die russischen Bären mit seinen Vorstellungen über ein gesundes Leben erheitert hat und dann seinen Posten einem anderen übergeben musste. Nun sitzt er in Reichweite des russischen Premierministers – zur besonderen Verfügung. Und damit man ihn nicht ganz vergisst, nutzt er die aktuelle unangenehme Situation zwischen Russland und der Türkei und verkündet, wie schädlich die türkischen Tomaten sind, die nach Russland eingeführt werden. Denn wer Tomaten von den Türken kauft, der finanziert damit die Raketen, die die türkische Armee gegen russische Flugzeuge einsetzt. Natürlich hat dies eine gewisse Logik, aber ist doch sehr weit hergeholt. So fordert er alle Russen auf, keine türkischen Tomaten mehr zu kaufen, denn jede gekaufte türkische Tomate stellt eine Gefahr für die russischen Flugzeuge in Syrien dar. Und er ergänzte, dass das Sonnen in der Türkei auch dazu dient, die türkischen Militärs zu finanzieren. Deshalb sollten sich die russischen Bären ihren Pelz doch lieber woanders aufwärmen und nicht jedes Jahr 287 Mio. Euro in die Türkei schleppen.

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