Rechnet Putin mit dem sowjetischen Kommunismus ab?

Rechnet Putin mit dem sowjetischen Kommunismus ab?

Auf dem gegenwärtig stattfindenden Forum der Gesamtrussischen Volksfront trat der russische Präsident mit einigen interessanten Äußerungen zur kommunistischen Vergangenheit Russlands auf.

Ausgangspunkt einer Diskussion war die sich ewig hinziehende Hauptinstandsetzung einer schulischen Einrichtung in Ingoschetien. Eine Teilnehmerin des Forums informierte Putin, dass die Verantwortlichen in Inguschetien ihr bereits versprochen haben, die Instandsetzung durchzuführen.

Darauf antwortete Putin:

„Wenn man es Ihnen versprochen hat und Sie glauben, dass sich die Sache nun bewegt, dann sollten Sie lieber keinen Optimismus zeigen – ganz bestimmt nicht“, - so Putin.

Weiterhin ergänzte der Präsident zum Thema „Versprechungen durch Beamte“: „Damals hat Nikita Chrustschow auch versprochen den Kommunismus in 20 Jahren zu errichten“.

 

Bereits in der Vorwoche hatte sich Putin ziemlich konsequent zur Tätigkeit und den Ideen von Wladimir Iljitsch Lenin geäußert, der seiner Ansicht nach das historische Russland zerstört habe. Etwas später hatte Putin erklärt, was er damit meinte, als er von einer Atombombe unter dem Gebäude sprach.

… es gab eine Diskussion zwischen Lenin und Stalin über die Art und Weise wie der sowjetische Staat gebaut werden sollte. Lenin trat dafür ein, dass die UdSSR ein Bund Gleichberichtigter sein sollte, mit dem Recht, jederzeit wieder aus dem Bund austreten zu können. Und genau das ist die Mine mit Zeitzünder unter dem Gebäude unseres Staatswesens – so Putin.

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Kommentare ( 1 )

  • Frank Werner

    Veröffentlicht: 26. Januar 2016 16:23 pm

    @Achim
    Da muß mir aber doch sehr viel entgangen sein (insbesondere von wegen Schäden beseitigen und Anwendung von Geschichtskenntnissen). Und zur Geschichte allgemein: das Unglück begann ja schon mit einem ziemlich unfähigen Nicolai II. Wie man diesen verehren kann - was ja in Russland nun mittlerweile nicht wenige tun - ist mir völlig schleierhaft.

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