Russisch-Orthodoxe Kirche zukünftig auch am Fallschirm

Russisch-Orthodoxe Kirche zukünftig auch am Fallschirm
Begleittext zur Videoinformation
Der hier veröffentlichte Text ist der gesprochene Begleittext zum Video und entspricht der Qualität eines Manuskripts. Am Ende des Textes finden Sie den eigentlichen Beitrag in Form einer Videoinformation. Nur der Manuskripttext enthält nicht alle angebotenen Informationen, denn im Videobeitrag gibt es zusätzliche eingeblendete Text-, Grafik- und Fotoinformationen.

 

Auch in der Armee hat die russisch-orthodoxe Kirche wieder Fuß gefasst. In allen Einheiten dienen Batuschkas, die sich um die gläubigen Armeeangehörigen und deren Betreuung kümmern.

 

Ein bisher ungelöstes Problem bestand in der kirchlichen Betreuung der Luftsturmtruppen während Kampfeinsätzen. Es gab keinerlei mobile Räumlichkeiten für die Einrichtung einer Kirche an dem Ort, wo die Luftsturmtruppen abgesetzt werden.

Dieses Problem ist nun anscheinend gelöst und Techniker haben eine mobile Kirche entwickelt, welche gemeinsam mit der Kampftechnik an Fallschirmen über dem Einsatzort abgeworfen wird.

Im kommenden März findet der nächste Kurs für  die militärischen Batuschkas statt, wo diese in die Handhabung dieser mobilen Kirche und deren Aufbau in Rjasan eingewiesen werden.

Bisher existiert nur ein Exemplar dieser mobilen und fallschirmtauglichen Kirche in der russischen Armee und weltweit.

Die Kirche besteht aus zwei Teilen. Der erste Teil dient für die Durchführung des Gottesdienstes. Der zweite Teil ist ein Anhänger mit lebensnotwendigen Utensilien, wie einem Dieselgenerator, einem Kühlschrank und einer Klimaanlage. Weiterhin wird es einen Kinosaal mit der notwendigen Audio- und Videotechnik im Bestand der Kirche geben.

Sollte die Notwendigkeit bestehen, auch für andere Konfessionen derartige mobile Kirchen bereitzustellen, so ist dies zukünftig problemlos möglich.

Sämtliche Angehörigen der russischen Luftsturmtruppen, egal welche Funktion und welchen Dienstgrad sie haben, sind verpflichtet, Fallschirmsprünge durchzuführen, so auch die Batuschkas. An der für März geplanten Ausbildung nehmen vorerst zehn Batuschkas teil, die teilweise schon mehr als 500 Sprünge absolviert haben.

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Kommentare ( 2 )

  • Frank Werner

    Veröffentlicht: 11. November 2018 22:54 pm

    @UEN
    Habe gerade mal wieder nachschauen müssen, ob 1. April ist. Leider nicht.

    • Uwe Erich Niemeier

      Veröffentlicht: 11. November 2018 23:32

      Wieso? Die Kirche spielt eine immer größere Rolle und erhält ihre Rechte auch in der Armee zurück. Auf Schiffen gibt es Kapellen, bei den Landstreitkräften, die Luftstreitkräfte sind sowieso stationär. Und die Fallschirmjäger sind nun mal eine besondere Truppe, die operativ verlegt ... also Verständnis habe ich schon dafür. Wenn man sich vorstellt, dass diese Truppe eigentlich ein Todeskommando ist, so ist der seelische Beistand in schwierigen Kampfsituationen sicher eine Stütze ...

  • Frank Werner

    Veröffentlicht: 12. November 2018 08:37 pm

    @UEN
    In Bezug auf die Kirche gebe ich Karl Marx vollumfänglich Recht. In Russland ist es doppelt tragisch.

    • Uwe Erich Niemeier

      Veröffentlicht: 12. November 2018 11:18

      ... ich hatte früher zur Kirche auch eine andere Meinung. Aber sie vereint nun mal Milliarden Menschen und stellt in jeder Gesellschaft (jedem Staat) nun mal eine gewisse moralische Instanz dar. Und das sollte jede weltliche Macht berücksichtigen und nutzen - im Interesse der Gesellschaft.

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