Russisches Militärflugzeug in Syrien abgestürzt

Russisches Militärflugzeug in Syrien abgestürzt

Das russische Verteidigungsministerium informiert über den Absturz eines Militärflugzeuges aus dem Bestand der russischen Militärgruppierung in Syrien.

Auf dem Territorium Syriens, vermutlich durch Bekämpfung des Flugzeuges von der Erde aus, verlor die russische Militärgruppierung in Syrien ein Flugzeug vom Typ SU-24.

„Das Flugzeug hat sich in einer Höhe von 6.000 Metern befunden. Das Schicksal des Piloten ist bisher nicht bekannt. Zeugen wollen gesehen haben, dass es dem Piloten gelungen ist, sich aus dem Flugzeug zu katapultieren“, - so Vertreter des russischen Verteidigungsministeriums.

Das Verteidigungsministerium informierte, dass sich das Bombenflugzeug SU-24 ausschließlich in syrischem Luftraum befunden habe. Alle Flugdaten sind fixiert und unterliegen einer objektiven Kontrolle.

Durch die türkische Zeitung „Hurriyet Daily News“ wurde informiert, dass das russische Flugzeug durch einen türkischen Jäger vom Typ F-16 angegriffen wurde, weil er den Luftraum des Landes verletzt habe.

Durch das türkische Verteidigungsministerium wurde laut Reuters informiert, dass die türkischen Piloten angeblich mehrmals versucht haben, mit der russischen Besatzung in Kontakt zu treten, aber keine Antwort erhalten haben. Danach eröffnete das türkische Flugzeug das Feuer. Die Mannschaft konnte sich katapultieren und wurde von örtlichen Milizen in Gefangenschaft genommen.

Ergänzung 24. November 11.45 Uhr

Einer der Piloten des abgeschossenen Flugzeuges  wurde durch eine bewaffnete Gruppe syrischer Turkmenen gefangen. Zwei Rettungshubschrauber waren sofort im Einsatz zur Rettung der Piloten. Eine Evakuierung war nicht möglich, da es auf dem Gelände „Auseinandersetzungen“ gibt.

Weitere aktuelle Berichterstattung in Erwartung der Erklärung des russischen Präsidenten Putin und der Erklärung der NATO - HIER

 

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Kommentare ( 1 )

  • Regul

    Veröffentlicht: 25. November 2015 11:00 pm

    Sehr geehrter Herr Niemeier,

    was bisher an Informationen bekannt geworden ist, hat wohl der russische Bomber vor dem Abschuss türkisches Gebiet für einige Sekunden überflogen. Das passiert wohl international häufiger und wird im Grunde mit einer Protestnote bei der entsprechenden Botschaft honoriert. Das rechtfertigt jedoch keinesfalls den Abschuss über syrischem Gebiet. Der Umgang mit den abgesprungenen Piloten lässt sich nur als barbarisch und unmenschlich bezeichnen.

    Mir persönlich kommt der Vorfall so kurz nach dem Spitzentreffen in der Türkei und der eiligst einberufenen Beratung mit der NATO im Anschluss an den Abschuss trotz allem sehr sonderbar vor.
    Mit Blick auf vorangegangene 'Unternehmungen' dieser Organisation (Ukraine etc.) sollte man das Gesamtbild zur Meinungsbildung heranziehen. Eine fortgeführte Nadelstich-Taktik, um Russland zu einer unbesonnenen Reaktion heraus zu fordern, erscheint mir in diesem Zusammenhang plausibel.

    Gute Zeit!

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