Russland erwägt die Aufstockung des Atomwaffenarsenals

Russland erwägt die Aufstockung des Atomwaffenarsenals

Das russische Außenministerium schließt eine Aufstockung des Atomwaffenarsenals nicht mehr aus und begründet dies mit den Handlungen der USA.

Das Verhalten der USA könnte Russland zu einer Aufstockung des Bestandes an Atomwaffen zwingen. Dies erklärte der Direktor des Departements für die Nichtweiterverbreitung und Kontrolle der Atombewaffnung des russischen Außenministeriums Michael Uljanow während eines Auftritts vor der UNO.

Uljanow hob hervor, dass Russland gegenwärtig keine derartigen Pläne habe. „Nur das, was die Amerikaner machen, objektiv fällt es sehr schwer, aber vielleicht beraubt es uns sogar gänzlich aller zukünftigen Möglichkeiten für Schritte zur atomaren Abrüstung“, - erklärte der Vertreter des russischen Außenministeriums.

Seiner Einschätzung nach nehmen die negativen Tendenzen in der Welt zu und erschweren somit die atomare Abrüstung. Und eben diese Tendenzen sind verbunden mit den Handlungen der USA in der internationalen Arena. Der Diplomat erinnerte an die Stationierung der amerikanischen Raketenabwehr, an das Programm für einen globalen Blitzschlag und der faktischen Verweigerung der Unterschrift Washingtons unter den Vertrag über alle atomaren Tests.

Der Diplomat erinnerte weiter daran, dass sich die USA weigern Gespräche über das Verbot der Stationierung von Waffen im Kosmos zu führen und sprach die erhebliche Unausgewogenheit auf dem Gebiet der konventionellen Bewaffnung in Europa an.

Uljanow informierte, dass Russland bis zum 5. Februar 2018 weiterhin die Anzahl der atomaren Gefechtsköpfe verringern wird – so wie es der im Jahre 2011 in Kraft getretene Vertrag über die strategischen Angriffswaffen fordert. Im Jahre 2009 hatte Russland informiert, dass es im Besitz von 3.900 atomaren Gefechtsköpfen ist. Gegenwärtig besteht der Bestand noch aus 1.582 Einheiten.

„Gegenwärtig sehen wir keine Faktoren die es uns unmöglich machen, weiterhin an diesem Vertrag teilzunehmen und die nicht den Interessen Russlands entsprechen. Aber theoretisch könnte so eine Situation wegen der Handlungen der USA eintreten – was wir aber eigentlich nicht wollen“, - so der Diplomat weiter.

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