Russland verlegt neue Militäreinheiten nach Kaliningrad

Russland verlegt neue Militäreinheiten nach Kaliningrad
Begleittext zur Videoinformation
Der hier veröffentlichte Text ist der gesprochene Begleittext zum Video und entspricht der Qualität eines Manuskripts. Am Ende des Textes finden Sie den eigentlichen Beitrag in Form einer Videoinformation.

 

Am heutigen Sonntag gibt es kein föderales, ernst zu nehmendes Massenmedium, welches nicht die Nachricht verbreitet, dass das russische Verteidigungsministerium Einheiten für den radioelektronischen Kampf nach Kaliningrad verlegt hat. Es handelt sich um die modernste Technik, über die die russische Armee gegenwärtig verfügt. Offizielle Informationen zu den Technikparametern oder Fotoaufnahmen sind nicht verfügbar.

Außer im Gebiet Kaliningrad, werden auch Einheiten auf dem Gebiet Weißrusslands stationiert. Die Einheiten werden im Bestand der Ostseeflotte sein.

Das russische Verteidigungsministerium teilte mit, dass diese Einheiten im Jahre 2017 in die Struktur der russischen Armee aufgenommen worden sind. Entweder handelt es sich um völlig neue technische Komplexe oder aber um Nachfolgetechnik zu den bereits existierenden Einheiten, bekannt unter der Bezeichnung „Murmansk“.

Die Einheiten „Murmansk“ versehen bereits seit zwei Jahren ihren Dienst im Norden des Landes. Militärspezialisten kommentieren, dass eine Einheit aus acht Fahrzeugen besteht, wobei jedes Fahrzeug für sich autonom arbeitet. Werden alle Fahrzeuge gleichzeitig eingesetzt, so arbeiten sie im 360-Grad-Regime, was eigentlich in keiner Gefechtssituation nötig ist.

Der Komplex „Murmansk“ ist in der Lage, auf eine Entfernung bis 3.000 Kilometer sämtliche Funk- und sonstige Nachrichtensignale aus dem Äther zu löschen. Bis 5.000 Kilometer Entfernung wird von „fast allen Signalen“, bis 8.000 Kilometer von erheblichen Störungen gesprochen.

Mit anderen Worten, es herrscht in Europa beim Einsatz von „Murmansk“ absolute Stille – kein Radio, kein Internet, kein TV, kein Telefon und auch die Funkuhr an der Wand im Wohnzimmer wird aufhören zu ticken. Von möglichen anderen Auswirkungen auf die Infrastruktur, die digital gesteuert wird – ganz zu schweigen.

Man vermutet, dass der neue Komplex „Samarkand“ diese Parameter um ein vielfaches übertrifft.

Die NATO fliegt seit mindestens zwei Jahren fast tägliche Aufklärungseinsätze entlang der Kaliningrader Grenze. Ob es im Kaliningrader Gebiet zu Testeinsätzen dieser Anlagen kommen wird, um diese Flugzeuge führungslos zu machen – wurde nicht mitgeteilt.

Am 27. Oktober wurde mitgeteilt, dass Russland erfolgreich die Erprobung eines neuen Elementes für den radioelektronischen Kampf abgeschlossen hat. Es handelt sich um Technik, die in der Lage ist, Satelliten im Weltraum stumm und taub zu machen. Hierbei handelt es sich allerdings um das System „Tirada-2S“.

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Kommentare ( 4 )

  • Frank Werner

    Veröffentlicht: 28. Oktober 2018 19:46 pm

    Es sei mal dahingestellt, ob diese Technik-Parameter so stimmen (da ist bei mir nicht nur ein ? und einige technische/physikalische Grundparameter, welche dagegen sprechen. Nicht einmal ein EMP hätte diesen Umfang), so kann diese Anlage nicht einmal im Ansatz getestet werden, da sie eine erhebliche Gefährdung nicht nur des Luftverkehrs darstellen würde.

    • Uwe Erich Niemeier

      Veröffentlicht: 28. Oktober 2018 20:00

      ... es mag ja sein, dass ich mich irre, aber war es im Jahre 2014 oder erst 2015? Da fuhr ein amerikanischer Zerstörer im Schwarzen Meer spazieren und ein russisches Flugzeug kreiste in einiger Entfernung. Und nachdem das Flugzeug wieder abgedreht hatte, nahm das Schiff volle Fahrt auf und lief einen rumänischen Hafen an. Dort soll, so die Gerüchte, ein Teil der Mannschaft "gekündigt" haben ... ich muss nochmal schauen, was da genau war ...

      Aber ansonsten ist natürlich wirklich Mißtrauen angesagt, bei all den militärischen Schrott den die Russen da haben. Insbesondere diese komischen, veralteten S-300. Warum sich die Israelis und die Amerikaner so drüber aufregen ...

      Und ansonsten haben Sie natürlich recht. Es ist völlig unverantwortlich Waffen zu haben, die das Leben von Menschen und die Existenz von Einrichtungen bedrohen.

  • Marko Bruhn Bruhn

    Veröffentlicht: 28. Oktober 2018 21:46 pm

    physikalisch fast unmöglich allein ein radar zu stören ist nur mit gigantischen mitteln erreichbar
    ein physiker hat es mal so erklärt, man nehme ein glühbirne und jetzt versucht sie zu blenden , wieviel glühbirnen braucht man damit die eine glühbirne überstrahlt wird ?

    • Uwe Erich Niemeier

      Veröffentlicht: 28. Oktober 2018 23:07

      ... ich wusste es. Die Russen sind doch alle nur Blöffer. Warum bloß die NATO solche Angst hat, insbesondere vor diesen komischen "Iskandern", die auch entgegen aller möglichen physikalischen Gesetze fliegen. Bloß gut, dass anscheinend diese "Licht-Ausschalter-Anlagen", die jetzt in Kaliningrad stehen, wohl nur Patjomkinsche Autos sind.

  • Frank Werner

    Veröffentlicht: 28. Oktober 2018 23:58 pm

    @UEN
    Es geht ja nicht darum, ob eine Störung möglich ist - natürlich ist das möglich. Aber der beschriebene Umfang sei einmal dahingestellt. Zum anderen: es mag dann NATO Gerät gestört werden. Aber bei den beschriebenen Dimensionen genauso russisches Gerät.

    • Uwe Erich Niemeier

      Veröffentlicht: 29. Oktober 2018 00:15

      ... ich gehe mal davon aus, dass die russischen Militärs wissen, wie sie die Komplexe einzusetzen haben, um sich nicht selber zu schaden.

  • Радебергер Radeberger

    Veröffentlicht: 29. Oktober 2018 02:41 pm

    Ich bin auf diesem Gebiet nicht nur nicht der große Könner, sondern gar keiner. Aber ich habe mal gehört, daß solche Funkstrahlungen auch gerichtet werden können. Das wiederum ist nichts Neues. Es nennt sich Richtfunk. Vielleicht ist das in diesen Fällen auch möglich?

    • Uwe Erich Niemeier

      Veröffentlicht: 29. Oktober 2018 08:42

      ... völlig richtig. Der Komplex, der sich "Murmansk" nennt und über den ich einiges gefunden hatte, kann beim Einsatz einer ganzen Einheit, bestehend aus 8 Fahrzeugen im Umkreis von 360 Grad alles stilllegen. Im Beitrag sagte ich auch, dass es militärisch eigentlich keine derartig notwendigen Situationen gibt.Somit kann man vier Fahrzeuge einsetzen, um 180 Grag stillzulegen oder zwei ... usw. Und Russland ist groß genug, um die Reichweite zu testen.

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