Verteidigungsminister: Russland stationiert Iskander wo es will

Verteidigungsminister: Russland stationiert Iskander wo es will

Die Nachrichtenagentur RIANOVOSTI veröffentlichte am gestrigen Mittwoch einen Kommentar des russischen Verteidigungsministers Schoigu zu Meldungen westlicher Massenmedien über die Stationierung von russischen Raketen auf russischem Territorium

RIANOVOSTI zitiert den russischen Verteidigungsminister Sergej Schoigu mit den Worten: „Iskander-Raketenkomplexe werden dort stationiert, wo die Landesführung es für nötig hält.“

Foto: Russischer Verteidigungsminister Sergej Schoigu

Vor kurzem seien Stimmen laut geworden, dass russische Iskander-Raketen nicht am richtigen Ort aufgestellt worden seien, sagte der Minister am Mittwoch vor Studenten in Moskau. „Wir stationieren diese Raketen auf dem Territorium Russlands dort, wo wir wollen… Russland hat alles, um auf die Aufstellung der europäischen Raketenabwehr zu antworten. Die russische Armee hat starke, mobile und effiziente Waffen.“

Einem Bericht der BILD-Zeitung zufolge hatte Russland als Antwort auf den europäischen Raketenabwehrschirm mehrere Kurzstreckenraketen vom Typ Iskander – M (Nato-Code: SS-26 Stone) nahe der polnischen Grenze in der russischen Ostsee-Exklave Kaliningrad sowie entlang der russischen Westgrenze zum Baltikum (Estland, Lettland und Litauen) stationiert. Der Oberbefehlshaber der NATO-Streitkräfte in Europa, General Philip Breedlove, äußerte Besorgnis über diese Meldung.

„Mehrere Länder sind jetzt auch über die Stationierung der russischen Truppen in der Arktis besorgt“, fuhr Schoigu fort. „Ich denke, dass wir die Umdislozierung von Truppen nach Franz-Joseph-Land und auf die Inseln Nowaja Semlja im kommenden Jahr abschließen. Dann ist die Wrangelinsel an der Reihe. Somit wird der Gürtel komplett sein.“

Quelle: http://de.ria.ru/security_and_military/20131218/267501373.html

Anmerkung UN: In den letzten Tagen äußerte eine ganze Reihe von unmittelbaren Nachbarn der Russischen Föderation ihre Besorgnis über die Stationierung von Militärtechnik unterschiedlicher Art auf dem russischen Territorium durch Russland. Auf russischer Seite löst die Stationierung von Militärtechnik verschiedenster Art durch verschiedene NATO-Staaten unmittelbar an den Grenzen zur Russischen Föderation auch Besorgnis aus. Beide Partner, sprich NATO und Russland haben also gleiche Besorgnisse. Dann wäre es doch angebracht das umzusetzen, was man im Jahre 2010 an sich schon beschlossen hatte: Aufbau eines gemeinsamen Schutzes gegen mögliche Bedrohungen durch Drittstaaten. Warum die USA nun diese Vereinbarungen nicht praktisch umsetzen bleibt wohl auch das Geheimnis der USA. Vielleicht glaubt aber auch die USA, dass sich Russland mit dem Schutz seines Landes und des Lebens von 142 Millionen russischer Menschen irgendwie verausgabt und kein Geld mehr übrig hat für andere zu lösende Aufgaben im Land? Nun, man sollte nicht vergessen, das wir das Jahr 2013 schreiben und nicht mehr 1989/1990.

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