Visa sind keine Renner mehr

Visa sind keine Renner mehr

Die Anzahl der Russen, die sich für eine Reiseerlaubnis in westliche Staaten interessieren, ist um fast 40 Prozent rückläufig. Dies sind die Ergebnisse des Jahres 2015.

Genau 37 Prozent weniger Anträge auf Visa wurden durch die diplomatischen ausländischen Vertretungen in Russland für russische Bürger bearbeitet, die den Wunsch hatten, mal zu schauen, wie es denn so in anderen Ländern aussieht. Die Agentur „VisaToHome“ hatte entsprechende Vergleichsuntersuchungen zum Jahr 2014 angestellt und kam jetzt zu diesem Ergebnis.

Als eine der Gründe wurde der starke Verfall des Rubelkurses angeführt. Aber auch die Einführung der Biometrie hatte wesentlichen Einfluss für die Nichtbeantragung von Schengen-Visa.

Dann wird in der Analyse der Begriff „Vorkrisenzeitraum“ erwähnt, also die Zeit des Jahres 2013. Im Vergleich zu diesem Jahr ist die Anzahl der ausgereichten Visa sogar um 48 Prozent rückläufig.

Die Länder mit dem größten Rückgang an Visaerteilungen sind:

  • Bulgarien – 64 Prozent
  • Griechenland – 58 Prozent
  • Spanien - 43 Prozent
  • Frankreich – 40 Prozent

Nachdenklich stimmt, dass Estland in dieser ganzen Tendenz eine Ausnahme bildet. Dieses Land hat 36 Prozent mehr Visa ausgereicht.

Da die neuen Bestimmungen (biometrischen) erst zum Ende des Jahres 2015 eingeführt worden sind, der Rubelkurs sich in 2016 wohl kaum erholen wird und die internationale Situation auch keine wesentlichen Änderungen erfahren wird, darf man wohl davon ausgehen, dass es auch 2016 einen weiteren Rückgang bei den Visaanträgen geben wird.

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Kommentare ( 1 )

  • Hauke

    Veröffentlicht: 11. Februar 2016 22:55 pm

    Wenn Estland 36% mehr Visa ausreicht, dann stimmt doch was nicht mit der Tourismusbranche
    im Kaliningrader Gebiet! Aber genau dort gib es vielfältige Möglichkeiten.

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