Vom Geächteten zum Hochgeschätzten – nur ein Flugticket

Vom Geächteten zum Hochgeschätzten – nur ein Flugticket

Der ehemalige Leiter des Moskauer Anti-Doping-Laboratoriums ist in die USA ausgereist.

Der ehemalige Leiter des Anti-Doping-Labors Grigori Rodschenkow hat sich entschieden Russland zu verlassen und in den USA zu leben und zu arbeiten. Er folgt damit seinem Stellvertreter Timofee Sobolewski. Dies teilte der Minister für Sport der Russischen Föderation Witali Mutko mit.

Wie Mutko weiterhin mitteilte, befinden sich Rodschenkow und Sobolewski gegenwärtig in Los Angeles.

 

„Wir haben sie von ihren Funktionen entbunden, sie sind dann nach Amerika gefahren. Dort hat man ihnen ein Labor anvertraut, eine Wohnung und ein Dienstfahrzeug gegeben, aber also sie noch bei uns waren, da waren sie die Schlechten. Wir müssen jetzt einen neuen Direktor für unser Laboratorium suchen. Das ist nicht so einfach, denn wir benötigen jemanden der sowohl Wissenschaftler wie auch ein guter Verwalter ist“, - so Mutko.

Am 20. Januar hatte der russische Sportminister Mutko über die teilweise Wiederaufnahme der Tätigkeit der Anti-Doping-Agentur informiert. Die Arbeit war seit dem 23. November eingefroren worden.

Die unabhängige Anti-Doping-Kommission (WADA) hatte im November erklärt, dass das Moskauer Laboratorium seine Akkreditierung verliert, da ihr Leiter im Jahre 2014 die Vernichtung von 1.417 Dopingproben, drei Tage vor deren Kontrolle, angewiesen hatte. Dabei hatte er Fakten verschwiegen, die auf Verletzungen durch russische Sportler hinwiesen. Danach hatte er gekündigt. Im gleichen Monat wurde die Mitgliedschaft Russlands in der Leichtathletik-Föderation eingefroren. Dies verhindert bis zum gegenwärtigen Zeitpunkt die Teilnahme von russischen Sportlern an internationalen Wettkämpfen.

 

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Kommentare ( 2 )

  • Bastian Радебергер Radeberger

    Veröffentlicht: 28. Januar 2016 04:38 pm

    Man könnte ja glatt zum Verschwörungstheoretiker werden.
    Gehörte das viellieicht alles zusammen? Angefangen von der ARD-Sendung mit dem "grundehrlichen"
    Ehepaar, die nun angeblich um ihr Leben fürchten, über die vernichteten Proben, die Kündigungen der beiden bösen russischen Wada-Chefs bis zu deren Neuauferstehung als die Guten, aber nun in den USA. Aber eben nicht mehr im verruchten Rußland. Nein so was auch! Vielleicht hören wir so ganz zufällig davon, daß die beiden um ihr Leben Bangenden, daß sie so ganz zufällig aus reinster Nächstenliebe in dem nun sauberen US-Labor auch eine gut bezahlte Anstellung erhalten. Man kennt sich ja von früher.

  • Bastian Радебергер Radeberger

    Veröffentlicht: 29. Januar 2016 12:46 pm

    Buratino, was ist daran grotesk? Die beiden waren offensichtlich bereits seit längerem auf einer überseeischen Gehaltsliste. Sie haben ihren Auftrag, den russischen Sport in Zusammenarbeit mit weiteren Geldgierigen vorzuführen und diesem zu schaden, zur vollen Zufriedenheit ihrer Auftraggeber erfüllt. Der Schlag hat gesessen. Aber man das Ergebnis auch positiv sehen. Genau wie die Sanktionen. Ich nehme mal an, daß wird voll in die Korruptionsbekämpfung mit integriert. Denn ohne Korruption ist das nicht möglich gewesen.
    Nun können diese beiden Übersiedler oder US-Neubürger oder noch mehr dieser Leute, die Zukunft wirds zeigen, für neue unentdeckte Dopingmöglichkeiten zu Ehren der selbsternannten Weltherrschermacht forschen. Das bringt noch mehr Anerkennung und vor allem Money.
    Wer hats erfunden? Die Schweiz wars nicht. Die erfindet andere Sachen.

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