Bahnt sich ein neuer Skandal in Kaliningrad an?

Bahnt sich ein neuer Skandal in Kaliningrad an?

In unmittelbarer Nähe des Gebäudes der „Königsberger Börse“ hat der Handelskonzern „Wester“ die Genehmigung für die Errichtung eines neuen Supermarktes erhalten. Dies weckt wiederum diejenigen in Kaliningrad, die Korruption oder einen Interessenskonflikt vermuten.

Seit vielen Jahren bemüht sich der Handelskonzern darum, in unmittelbarer Nähe der altehrwürdigen „Königsberger Börse“ einen Supermarkt zu errichten. Nicht nur, dass die bereits jetzt um dieses Gebäude errichteten Wohngebäude einen wenig angenehmen Anblick erwecken und das weitere Umfeld ebenfalls „ungepflegt“ ist – nun scheint es doch gelungen zu sein, eine Baugenehmigung durchzusetzen. Aber eine Reihe von Kaliningrader Bürgern ist wachsam.

Der Kaliningrader Gouverneur Nikolai Zukanov beeilte sich dann auch zu versichern, dass er für die Vorgänge rund um diese Baugenehmigung keinerlei Verantwortung trage. Er kann sich nicht um alles kümmern und muss sich auf die korrekte Arbeit der nachgeordneten Ministerien, Verwaltungen und Abteilungen verlassen.

Er bezieht sich mit seinen Äußerungen auf den Fakt, dass die bisherigen Baugenehmigungen immer versagt wurden, weil es sich bei dem Gelände um geschütztes Gelände in unmittelbarer Nähe von historisch schützenswerten Gebäuden handelt. Plötzlich stellte sich heraus, dass diese Grenzen offiziell am 6. Juni 2013 verändert wurden und nun die Möglichkeit der Bebauung besteht.

„Ich habe die Schutzzonen nicht bestätigt. Dafür haben wir einen Spezialdienst. Deshalb, wenn es stimmt, was sie sagen und diese Zonen wirklich verändert worden sind, so werde ich mich dieser Sache annehmen. Leider, ich sehe diese Zonen nicht, welche Zonen … Verstehen Sie, ich kann nicht jedem staatlichen Organ auf die Finger schauen. Dafür gibt es andere Verantwortliche“, - wird der Gouverneur vom Internetportal „kaliningrad.ru“ zitiert.

Unser Informationspartner „rugrad.EU“ hatte zu einem früheren Zeitpunkt bereits informiert, dass das entsprechende Dokument zur Veränderung der Schutzzonen durch den „Staatlichen Dienst für den Schutz von Objekten des Kulturerbes“ erarbeitet wurde. Dieses staatliche Organ untersteht dem Vizepremier der Kaliningrader Regierung Alexander Rolbinow. Dieser Vizepremier ist gleichzeitig Besitzer einiger Firmen, die enge Beziehungen zur Handelsgruppe „Wester“ pflegen und sich sogar mit ihren Firmensitzen in ein und demselben Gebäude befinden. Der Vizepremier ist auch einer der Gründer der Handelskette „Wester“.

Aktivisten für die Korruptionsbekämpfung haben schon die „Spurensuche aufgenommen, um den Anteil des Vizepremiers Rolbinow an dem ganzen Vorgang aufzuklären.

Quelle: http://rugrad.eu/news/666248/

Reklame

Kommentare ( 0 )

Um zu kommentieren, müssen Sie sich registrieren oder einloggen.

Autorisierung