Die Käufer-Mittelschicht in Kaliningrad ist gegenwärtig verschwunden

Die Käufer-Mittelschicht in Kaliningrad ist gegenwärtig verschwunden

Im vergangen Jahr hat sich die Struktur des Kaliningrader Verbrauchermarktes erheblich verändert. Dies ist eines der Ergebnisse eines Runden Tisches zu Fragen der Entwicklung des Einzelhandels in Kaliningrad, welcher Ende März stattgefunden hat.

Der Generaldirektor der Supermarktkette „Semja“ Oleg Ponomarjow ist der Ansicht, dass die Kaufkraft der Bevölkerung rapide gefallen ist. Egal welche statistischen Grundlagen man nimmt, den Umsatz generell oder den durchschnittlichen Kassenbon – es ist so, dass es keine Käufer-Mittelschicht mehr in Kaliningrad gibt. Gekauft wird im hochpreisigen Segmet oder eben das Billigste.

Die während des Runden Tisches anwesenden Vertreter der Supermarktketten „Viktoria“ und „Wester“ bestätigten diese Schlussfolgerungen und informierten, dass es sich hierbei nicht nur um eine Tendenz im Bereich der Industriewaren, sondern auch im Lebensmittelbereich handelt.

„Das habe ich in meiner gesamten 25jährigen Tätigkeit noch nicht erlebt, dass es einen Umsatzrückgang in derart großem Umfang gab. Selbst in den Krisenjahren 2007/2008 gab es so etwas nicht“, - so der Hauptaktionär von „Wester“.

Nach offiziellen Angaben des russischen Statistikamtes viel der Umsatz mit Lebensmitteln im vergangenen Jahr um 1,5 Prozent und bei Industriewaren um 11,5 Prozent.

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Kommentare ( 1 )

  • Радебергер Radeberger

    Veröffentlicht: 9. April 2016 01:03 pm

    Woran liegt es? Liegt es an den Preisen? Liegt es daran, daß die Waren im unteren Preissegment qualitativ so gut geworden sind, daß der "Mittelstand" meint, im unteren Preissegment qualitativ genauso gut versorgt zu sein, wie im mittleren Bereich. Das Geld ist nicht "wertvoller" und auch nicht mehr geworden. Ist bei uns auch so.

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