Fährschiffe für Kaliningrad werden in Kaliningrad gebaut

Fährschiffe für Kaliningrad werden in Kaliningrad gebaut

Der Kaliningrader Gouverneur Nikolai Zukanow informierte, dass die für die Transportsicherheit der Region benötigen Eisenbahnfähren durch Kaliningrader Werften gebaut werden.

Wie bereits gemeldet, werden für die Gewährleistung der Transportsicherheit zusätzliche Eisenbahnfähren für die Strecke Baltisk-Ust-Luga benötigt. Nach Vorstellungen des Gouverneurs sollen diese Fähren durch die Kaliningrader Werft „Jantar“ auf Kiel gelegt werden.


Gegenwärtig laufen Überlegungen für zwei Eisenbahnfähren. Die Entscheidungen hierfür werden täglich erwartet. Unklar ist jedoch, woher das Geld für den Bau dieser Fähren kommt und wieviel Geld überhaupt benötigt wird ist ebenfalls unbekannt. Durch den russischen Sicherheitsrat wurde allerdings schon der Beschluss über den Bau dieser Fähren gefasst, so dass alle anderen Fragen sich diesem Beschluss unterzuordnen haben.

Der Gouverneur informierte, dass bei einer entsprechenden Besprechung der zuständige Vize-Premier Dmitri Rogosin sehr emotional auf die Frage reagiert habe und meinte, dass die Fähren „selbstverständlich auf Kaliningrader Werften“ gebaut werden.

Gegenwärtig verkehren auf der Strecke Baltisk-Ust-Luga drei Fähren: „Baltisk“, „Ambal“ und „Peterburg“. Aber alle drei Fähren sind veraltet und müssen ausgetauscht werden.

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Kommentare ( 5 )

  • Радебергер Radeberger

    Veröffentlicht: 6. Februar 2016 04:08 pm

    Ganz ehrlich, ich kann mir nicht vorstellen, daß nicht eingeschätzt werden kann, wieviel so eine Fähre kostet. Das ist eine Nummer Dummenfang. Daß das nicht auf die Kommastelle ausgerechnet werden muß, ist mir auch klar. Was macht denn die Kaliningrader Werft, wenn ein ausländischer Kunde ein Schiff oder eine Fähre haben will, dann muß doch die Werft ein verbindliches Angebot abgeben können - und - auch einhalten. Woher das Geld letztendlich kommen wird ist allerdings eine andere Frage. Aber keiner wird sich aus dem Fenster lehnen, wenn er keine Summe kennt.

  • Frank Werner

    Veröffentlicht: 6. Februar 2016 12:50 pm

    @Radeberger
    Bisher hat wohl die Kaliningrader Werft fast nur für das Verteidigungsministerium gearbeitet. Eine Fähre, noch dazu eine Eisenbahnfähre, scheint für diese daher komplettes Neuland zu sein. Das beinhaltet erhebliche Risiken. Mit einem realen Preis nach ihren tatsächlichen Aufwendungen können sie also nicht wettbewerbsfähig sein.

    • Uwe Erich Niemeier

      Veröffentlicht: 6. Februar 2016 13:06

      ... ja, so ähnlich sehe ich das auch. Zuerst muss klar sein, dass überhaupt gebaut wird (irgendwelche Absichtserklärungen aus Moskau gab es schon jede Menge) und dann geht es weiter ...

  • Радебергер Radeberger

    Veröffentlicht: 6. Februar 2016 19:29 pm

    Hallo Techniker,
    alles ganz schön und gut, was sie da schreiben. Aber es gibt doch für Kaliningrad doch bestimmt schon Fähren. Dort kann man sich doch die Unterlagen anschauen. Auch gibt es internationale Vergleiche.
    Solche Fähren einer bestimmten Größe und einer vergleichbaren Bestimmung sind doch ähnlich, sobald man nicht gerade eine für den "Wintereinsatz in der Polarregion" heranzieht.
    Auch der Gouverneur hätte, bevor er den Mund weit aufreißt , sich ein paar Vergleichsangebote einholen können. Dann hätte er Richtwerte gehabt.
    Man sollte doch die "Leute" nicht wie Wickelkinder behandeln und für alles eine Entschuldigung finden.
    Wenn´s ums Geld verdienen geht, fragen die sich doch am Monatsende auch nicht, ob sie den Zaster wirklich verdient haben oder bloß vertragsgemäß einsteichen.

  • Frank Werner

    Veröffentlicht: 7. Februar 2016 17:20 pm

    @Radeberger
    Erstmal muss genau definiert werden, was man will. Sind die Fähren nur für den innerrussischen Verkehr, oder soll z. B. andere Häfen angelaufen werden. Wie groß sollen sie sein? Einfach nach anderen Fähren schauen hilft auch nicht. Gerade Fähren sind oft sehr speziell und auch lange im Gebrauch. Sicher wäre es klug, zumindest die Pläne von erfahrenen Unternehmen anfertigen zu lassen (ansonsten steigt das Risiko aus meiner Sicht astronomisch). Aber auch da muss ich wissen, was ich will. Außer für ein Unternehmen (welches gleich mehrere Fähren bestellt) wird es wohl kaum identische Fähren irgendwo geben. Das ist fast immer Einzelfertigung. Hinzukommt die fehlende Erfahrungen. Außer das Fähren auf dem Wasser schwimmen und einen Motor haben, fehlen wohl größere Gemeinsamkeiten zu Kriegsschiffen :-) Wer da mal eben einen Preis in den Ring wirft, handelt unseriös. Also erstmal genau definieren, was man will. Zu dem Preis, den dann ein anderer anbietet muß man noch XX % dazurechnen für die fehlende Erfahrung im Fährschiffbau.

    • Uwe Erich Niemeier

      Veröffentlicht: 7. Februar 2016 17:37

      ... und neben all diesen Überlegungen muss man noch gesellschaftliche Erfordernisse berücksichtigen: den Erhalt von Arbeitsplätzen in der Exklave Kaliningrad - was dann vielleicht auch dazu führen könnte, dass man sich mit eventuell höheren Kosten für den Bau der Fähren anfreunden muss ...

  • Радебергер Radeberger

    Veröffentlicht: 8. Februar 2016 03:54 pm

    HalloTechniker,
    kein Widerspruch zu dem was sie schreiben.
    "Solche Fähren einer bestimmten Größe und einer vergleichbaren Bestimmung sind doch ähnlich"
    Sie haben meinen Ansatz schön ausformuliert. Danke!

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