Hauptschuldige am wirtschaftlichen Rückgang in Kaliningrad erkannt

Hauptschuldige am wirtschaftlichen Rückgang in Kaliningrad erkannt

Hauptschuldige am wirtschaftlichen Rückgang in Kaliningrad sind die amerikanische Firma „GM“ und Weißrussland. Diese Ansicht vertritt die Wirtschaftsministerin des Kaliningrader Gebietes Anastasia Kusnezowa.

Der Rückgang der wirtschaftlichen Entwicklung im Kaliningrader Gebiet in den ersten elf Monaten des auslaufenden Jahres betrug 8,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum 2014.

Eine negative Dynamik ist in der Mehrheit der sozialökonomischen Kennziffern der wirtschaftlichen Entwicklung zu bemerken. Hierzu gehören die Investitionen in Grundmittel, das verlangsamte Tempo der Entwicklung des Einzelhandelsumsatzes, die reale Gehaltsentwicklung für die Bevölkerung, die Einkommenssituation und sogar der Bevölkerungszuwachs hat sich verlangsamt – so die Wirtschaftsministerin.

Die Ministerin betonte, dass es auch positive Momente gibt. Im Vergleich zur Krise 2008/2009 haben sich die Kaliningrader Unternehmer auf die negative Entwicklung im Jahre 2015 durch die rechtzeitige Bildung von Reserven vorbereitet. Weiterhin hat das Kaliningrader Unternehmertum keine radikalen Entscheidungen getroffen und auch die geplante Strategie der wirtschaftlichen Entwicklung nicht verändert. Im Unternehmertum ist man auch sehr vorsichtig an die Entlassung von Personal herangegangen und auch Umstrukturierungen in der Firma wurden kontrolliert vorgenommen.

Zu den negativen Momenten gehört der Rückgang der Produktion von Maschinen und Ausrüstungen um mehr als 50 Prozent, wobei der durchschnittliche gesamtrussische Rückgang nur 13, Prozent betrug. Der Produktionsrückgang von Elektroausrüstungen und Elektronik betrug fast 40 Prozent, Baumaterial 10 Prozent, Fahrzeuge und Ausrüstungen 12,3 Prozent.

Hauptgründe sind die Produktionseinstellung von „General Motors“ im Rahmen der Holding „Avtotor“ und die Handlungen Weißrusslands zum Schaden der Kaliningrader Produzenten von Haushaltselektronik. Von den Firmen, die besonders unter den Handlungen Weißrusslands zu leiden hatten, haben acht Firmen ihre Tätigkeit eingestellt und nur drei setzen ihre Arbeit fort. Aber auch diesen drei Firmen geht es nicht gut, denn sie mussten sich in der Logistik umstellen und dies hatte Auswirkungen auf die Rentabilität. Der Rückgang der Produktion von Haushaltselektronik und Fernsehapparaten war schon seit langem zu verzeichnen. Weißrussland hat diese Entwicklung einfach nur noch beschleunigt und diesem Bereich faktisch den Todesstoß versetzt.

Informiert wurde, dass die Holding „Avtotor“ Gespräche führt, um in den freigewordenen Produktionskapazitäten von General Motors neu auszulasten. Hierzu wurden spezielle Gesetze in Zusammenarbeit mit dem föderalen Zentrum erarbeitet und man hofft in der Kaliningrader Gebietsregierung, dass diese bis zum 1. April in Kraft treten werden.

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Kommentare ( 2 )

  • Радебергер Radeberger

    Veröffentlicht: 27. Dezember 2015 04:30 pm

    Ich bin der Meinung, daß der weißrussische "Diktator" einen Augenfehler hat. Er schielt - und zwar gewaltig - nach Westen. Da sind doch durch seine Vermittlertätigkeitshilfe zu Minsk ihm die Sanktionen erlassen worden vom Westen. Und schon küßt er den Stiefel, der ihn vorher an einer bestimmten Körperstelle kräftig und schmerzlich getroffen hatte.
    Auch muß man seine Äußerung beachten, daß er bereit wäre, Kaliningrad von Rußland zu "übernehmen". Mit Poroschenko scheint er sich ja auch bestens zu verstehen.
    Ich will es mal deutlich sagen, wenn sich ein geeigneter Nachfolger finden sollte, könnte sich ja ein Rentner Lukaschenko von seinen Untaten ausruhen.
    Eine dieser Untaten ist eben die Beschlagnahme von konkurierenden Waren aus dem "befreundeten" Rußland. Da helfen auch keine verliehenen russischen Orden an diesen Präsidenten. Der ist und bleibt ein Unsicherheitsfaktor.
    Es müssen schnellstens andere Transportrouten her.
    Ihr habt es schon nicht einfach - auf Eurer Insel!

  • Hauke

    Veröffentlicht: 27. Dezember 2015 16:24 pm

    Und wieder kann man aus der Vergangenheit lernen.
    Als Anfang der 20er Jahre die Polen zu stänkern begannen und die Durchfahrt durch den Korridor sabotierten (später wurden sogar zivile Flugzeuge beschossen) da schuf man den Seedienst Ostpreußen.

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