Immobilien per „Fernbedienung“ registrieren

Immobilien per „Fernbedienung“ registrieren

Immobilienbesitzer in Deutschland kennen die Prozedur des Erwerbs einer Immobilie und die Registrierung der Eigentumsrechte im Grundbuch. Auch in Russland gibt es ähnliche Verfahrensweisen.

Diese russischen Verfahrensweisen garantieren die vollständige Sicherheit der Eigentumsrechte an einer Immobilie. Auch in Russland gibt es ein Grundbuch, es nennt sich nur nicht so. Nach dem Jahre 1990, wo die große Privatisierungswelle der Immobilien begann, d.h. wo die bisher staatlichen Wohnungen für eine geringe Bearbeitungsgebühr in das Eigentum der Bewohner übergingen, begann mit „Höhen“ und „Tiefen“ das System der Eigentumsregistrierung zu arbeiten. Es gab rechtsfreie Räume, es gab ungeklärte Sachlagen. Mit jedem Jahr wurde aber das System der Eigentumsregistrierung vervollständigt.

Unsere Wohnungsverwaltung in Kaliningrad hat im Jahre 1998 begonnen Immobilien zu bauen und der Eigenbestand wurde seitdem ständig erweitert. Somit haben wir einen guten Überblick über die qualitative Entwicklung der Serviceleistungen zur Eigentumsregistrierung und können mit großer Überzeugung sagen, dass derjenige, der Immobilieneigentum in Russland erwirbt – egal ob Russe oder Ausländer – nach der staatlichen Registrierung seiner Eigentumsrechte sehr ruhig schlafen kann.

Nun hat Russland ein neues Gesetz verabschiedet, welches per 01. Oktober die Eigentumsregistrierung per Internet vorsieht. Aber es sollten sich nicht alle Immobilienkäufer nun auf das Internet stürzen, denn bevor ein System beginnt vernünftig zu arbeiten, muss es durch alle Höhen und Tiefen, also durch alle Kinderkrankheiten durch. Die „Erfinder“ dieser Fern-Registrierung weisen gleich darauf hin, dass mit einem reibungslosen Funktionieren erst im Laufe des Jahres 2014 zu rechnen ist.

Die Notwendigkeit der Einführung eines solchen Systems sehen wir in zwei Gründen: Zum einen geht es um die prinzipielle Verbesserung des Serviceangebotes für die Bevölkerung und zum anderen sind gerade die Registrierungszentren (Grundbuchamt) überall in Russland in einem dermaßen großen Umfang frequentiert, dass der Erwerb einer Immobilie ständig eine Stressangelegenheit und mit sehr großem Zeitaufwand verbunden ist. Stundenlanges Warten in der Registrierungsbehörde unter manchmal sehr „einfachen“ Bedingungen macht den „Eintrag in das Grundbuch“ zu einer regelrechten Tortur.

Jetzt kann man alle notwendigen Dokumente einfach einscannen und per Internet übermitteln. Danach beginnen die staatlichen Organe die übermittelten Unterlagen zu prüfen und informieren nach Abschluss des Eintrages in das russische „Grundbuch“ die beteiligten Seiten, dass die Eigentumsurkunde, die nach wie vor in ausgedruckter Papierform (Urkunde) besteht, abgeholt werden kann. Auch hier ist der Zeitpunkt der Abholung genau vorgegeben, so dass keinerlei Wartezeiten entstehen.

Zum jetzigen Zeitpunkt gibt es jedes Jahr in Russland rund 25 Millionen Registrierungsvorgänge im Zusammenhang mit Immobilien. Die Registrierung selber, also der rein bürokratische Vorgang, ist mit diesem neuen Gesetz auch auf 18 Tage begrenzt. In Kaliningrad selber hat sich die Registrierungsbehörde schon vor Jahren die Selbstverpflichtung auferlegt, die Eigentumsregistrierung innerhalb von 14 Tagen vorzunehmen. Bis zum Jahre 2018 soll die Bearbeitungszeit auf eine Woche verkürzt werden.

Und mit diesem Gesetz wurde auch ein weiterer Schritt unternommen zur Sicherheit des Immobilienbesitzes. Jeder Immobilienbesitzer kann jetzt einen Antrag stellen, dass nur in seinem persönlichen Beisein irgendwelche Vorgänge im Zusammenhang mit seiner Immobilie bearbeitet werden. Für mögliche Betrüger wird das Leben also nun noch schwerer.

Wenn Sie sich über den Erwerb von Immobilieneigentum in Russland/Kaliningrad weitergehend kundig machen wollen, so empfehlen wir Ihne unser Informationsmaterial "An- und Verkauf von Immobilien in Russland/Kaliningrad" auf diesem Portal

Uwe Niemeier

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