Jetzt wird´s spannend – Briten wollen das Bankgeheimnis entrussifizieren

Jetzt wird´s spannend – Briten wollen das Bankgeheimnis entrussifizieren

Früher sagte man, dass das Bankgeheimnis eine heilige Sache sei. So wie auch das Postgeheimnis und so wie auch die personenbezogenen Daten. Naja, das war früher. Heute, unter den modernen russophoben Bedingungen, wird das alles moderner gestaltet.

Was das offizielle Britannien von den Russen hält, wissen wir ausreichend und brauchen es nicht zu wiederholen. Vor vielen Jahren waren die Russen, häufig auch Oligarchen genannt, herzlich willkommen. Sie brachten Geld und das Geld, was sie aus dem Vaterland abzweigten, konnte dort nicht mehr verwendet werden, um das Vaterland aufzubauen. Da wurde auch nicht groß gefragt, ob das Geld eventuell aus kriminellen Quellen stammt, da wurde auch nicht gefragt, ob der Russe ehrlich seine Steuern im Vaterland bezahlt hat, bevor er sich im gastfreundlichen Britannien engagiert … das war alles egal.

Heute ist das nicht mehr egal … tja, so ändern sich die Zeiten. Wenn es die Politik für notwendig erachtet, spuckt man auf alles aus der Vergangenheit („… was kümmert mich mein Geschwätz von gestern …“). Heute trifft es die Russen. Hoffen wir, dass die Freundschaft zwischen Britannien und Deutschland ewig hält. Nicht auszudenken was passiert, wenn diese Freundschaft mal nicht mehr besteht und die Briten die Deutschen auch so verkaufen wollen, wie sie es mit den Russen vorhaben.

Die Briten bereiten sich darauf vor, die Namen all der Russen zu veröffentlichen, die Geld in Britannien gelagert haben. Damit das alles seinen demokratischen und rechtlich verbindlichen Anstrich erhält, wird das Parlament in Britannien in der kommenden Woche über ein Gesetz abstimmen, welches die Veröffentlichung „vergesetzlicht“, wie der Russe sagen würde. Eingeschlossen in den Begriff „britisches Territorium“ sind natürlich alle Territorien … Sie verstehen, welche ich meine? Um das Ganze nicht so richtig antirussisch aussehen zu lassen, sollen nicht nur die Namen von Russen veröffentlich werden, sondern auch aus anderen Ländern. Und natürlich hat dies nur was damit zu tun, dass man die Geldwäsche nicht weiter unterstützen will.

Tja, eigentlich müsste man den Briten dafür dankbar sein, wenn es nicht diesen moralischen Beigeschmack geben würde – zuerst schafft man die Möglichkeiten der Geldwäsche und wenn es brenzlig wird oder aus politischen Gründen notwendig erscheint, wird man zum „Staatlichen Verräter“.

Die Abstimmung im Parlament zu diesem Gesetz erfolgt am 2. Mai. Das es angenommen wird – da besteht keinerlei Zweifel, da auch die Opposition bereits Zustimmung signalisiert hat.

Uwe Niemeier

Reklame

Kommentare ( 0 )

Um zu kommentieren, müssen Sie sich registrieren oder einloggen.

Autorisierung