Kaliningrader Großbaustelle Umgehungsstraße mit archäologischem Zeitverzug

Kaliningrader Großbaustelle Umgehungsstraße mit archäologischem Zeitverzug

Die Übergabe der Großbaustelle Umgehungsstraße Nord im Bereich des Moskauer Prospektes verzögert sich. Grund sind umfangreiche archäologische Funde.

Verantwortliche der Baufirma informierten, dass man zuerst bei Bauarbeiten auf Beerdigungsstätten aus der Zeit des Ersten Weltkrieges gestoßen sei. Das gesamte Gebiet wurde von Archäologen untersucht. Im Ergebnis dessen ging man davon aus, dass die Bauarbeiten Ende 2015 abgeschlossen sein werden.

Dann fanden Archäologen unter den Beerdigungsstätten weitere Friedhofsanlagen aus noch früheren Zeiten. Wiederum verzögerten sich die Bauarbeiten, da die Archäologen weitere Zeit für die Erforschung benötigten.

Der zuständige Vizegouverneur bat (mit einem Lächeln) die Archäologen, bitte nicht bis in die Ära der Steinzeit zu graben, da die Umgehungsstraße dringend benötigt werde.

Zu dieser neuen Umgehungsstraße gehört auch eine weitere Brücke über den Moskauer Prospekt, deren Fertigstellung sich nun ebenfalls von November 2015 auf März 2016 verzögert.

Der erste Bauabschnitt der neuen Umgehungsstraße hat eine Länge von 11 Kilometern. Es handelt sich hierbei um den Abschnitt von der sogenannten Berliner Brücke bis zur Wegekreuzung Gurewsk. Die Baukosten belaufen sich auf mehr als sechs Milliarden Rubel. Zum Bauumfang gehören 17 Brücken und fünf große Wegekreuzungen. In einem weiteren Abschnitt wird die Umgehungsstraße bis zur ul. Newskowo geführt. Bis 2018 sollen die Bauarbeiten komplett abgeschlossen sein.

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Kommentare ( 1 )

  • ru-moto

    Veröffentlicht: 5. Februar 2016 23:52 pm

    Diese Stelle kommt mir sehr bekannt vor. Bin da schon zu jeder Tages-, Nacht- und Jahreszeit gefahren...
    Hier wird wenigsten ständig gearbeit und man sieht das auch. Woanders (D, A) sind meist ab Freitag Mittag (und ab 16:30 Uhr) so gut wie keine Bauarbeiten mehr zu sehen, stattdessen nur 30er- und sonstige Baustellenschilder. Ich hoffe, dass bis zu meinem nächsten Kaliningrad-Aufenthalt von den Archäologen nichts mehr ausgegraben werden muss und das jetzige Baustellengebiet schon rascher befahren werden kann...

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