Kaliningrader Stadtarchitekt: Prospekt Lenina wird keine historische Kopie

Kaliningrader Stadtarchitekt: Prospekt Lenina wird keine historische Kopie

Der Kaliningrader Chefarchitekt Wjatsheslaw Genne informierte darüber, dass er ursprüngliche Gedanke, dem Lenin-Prospekt, der Hauptverkehrsstraße Kaliningrads sein historisches Äußeres zurückzugeben, nicht weiter verfolgt wird.

Nun ist vorgesehen, beginnend beim Platz des Sieges bis zum Südbahnhof bei sämtlichen Häusern die Fassaden zu renovieren, die Dächer neu zu gestalten und die eingebauten Fenster auszutauschen. Die Fußwege werden komplett mit neuer Pflasterung versehen. Der Charakter der Straße wird verändert – sie wird zu einer Einkaufsstraße umgestaltet.

Der Stadtarchitekt begründete: „Wir werden aus dem Lenin-Prospekt nicht irgendeine Imitation irgendetwas Historischem machen. Das wäre einfach lächerlich an einem vierstöckigen Chrushowska-Haus irgendeine barocke, empiere oder Rokokofassade aufzubauen . das ist einfach nur dumm.  Aber trotzdem haben wir uns entschlossen, unter Beachtung des Formates dieser Straße, ein wenig mit der Geschichte zu spielen und haben eine vorläufige Lösung gefunden.  Wir werden mit einem Haus beginnen, dort eine luftige Keramik-Fassade aufsetzen. Fenster werden gegen Aluminiumfenster ausgetauscht. Und die Mansardenwohnungen werden rekonstruiert. Und natürlich muss das Schieferdach ausgetauscht werden, denn die Fassade zu rekonstruieren und am Dach nichts zu machen wäre eine weitere Dummheit“ – so Wjatsheslaw Genne.

Die Erarbeitung des Projektes liegt in den Händen mehrerer Architekten die unter den gleichen Bedingungen ihre Ansichten einbringen können.

Natürlich werden nicht alle Gebäude auf dem Lenin-Prospekt rekonstruiert. Das nun erst vor kurzen rekonstruierte Gebäude des Modeanbieters „Benetton“ ist durchaus normal und modern gestaltet und bedarf keinerlei Änderungen.

„Wir haben nicht eine einzige Einkaufsstraße in der Stadt. In jeder ist von jedem irgendwas. Es gibt keinerlei Elemente die den Eindruck erwecken, dass es sich hier um eine Fußgängerzone handelt – hier müssen wir qualitative Veränderungen herbeiführen. Die Straße wird gewinnen, wenn wir statt Asphalt eine einheitliche Pflasterung durchführen“, so der Stadtarchitekt.

Ebenso wird überlegt die Durchgänge zur Universitätsstraße so zu gestalten, dass sie als Eingang für einen Park oder Grünzone genutzt werden können.

Quelle: http://rugrad.eu/news/607582/

 

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