Kaliningrader Unternehmer ziehen kleine Zwischenbilanz

Kaliningrader Unternehmer ziehen kleine Zwischenbilanz

Die erste Woche der Fußball-Weltmeisterschaft ist rum. Eins von vier Gruppenspielen hat in Kaliningrad stattgefunden. Nun äußerten die Kaliningrader Unternehmer ihre Meinung zum geschäftlichen Teil der Sportmaßnahme.

Die Erwartungen waren größer – so kann man die Meinung der Kaliningrader Unternehmer kurz zusammenfassen. Die Umsätze stiegen nur kurzzeitig und auch nur an ganz bestimmten Stellen.

Der Chef von „SPAR“ bezeichnete die bisherigen Umsätze als „angenehme Kleinigkeiten“. Der Umsatz ist zum Spiel Kroatien gegen Nigeria in den SPAR-Filialen um rund fünf Prozent gestiegen.

Hauptnutznießer waren bisher Restaurants und Cafés im Stadtzentrum. In einigen der Einrichtungen hat sich der Umsatz vor dem Spiel und am Spieltag verdoppelt. Andere Einrichtungen, außerhalb des Zentrums beklagten einen Umsatzrückgang um bis zu zehn Prozent.

Die Unternehmer kommentierten, dass man bedeutend mehr Touristen erwartet hätte. Aber diese sind nicht gekommen. Das was gegenwärtig in Kaliningrad passiert, ist ein ganz normaler Sommer, mit ganz normaler Anzahl von Gästen – eben so wie jedes Jahr. Wer glaubt, sich eine goldene Nase mit den vier Gruppenspielen verdienen zu können, wird sich ganz stark irren.

Der Effekt der Weltmeisterschaft für Kaliningrad wird vermutlich darin bestehen, dass die Welt häufiger von der Stadt hört und man zur Kenntnis nimmt, dass das Leben in der Stadt nicht teuer ist.

Auch die Kaliningrader Reisebüros zeigten sich enttäuscht. Es gab keinen Massenandrang, weder zu touristischen Veranstaltungen noch nach Hotelzimmern. Betroffen sind insbesondere Hotels im Küstenbereich, deren Auslastung wohl zu wünschen übrig lässt. Wesentlicher Grund sind die hohen Preise.

Auch die Begeisterung der Souvenirverkäufer hält sich in Grenzen. Gekauft wird das Billigste. Der Umsatz ist nur am Tag des ersten Spiels gewachsen.

Uwe Niemeier

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