Kleinstunternehmer sollen Finanzgeschenk erhalten

Kleinstunternehmer sollen Finanzgeschenk erhalten
Begleittext zur Videoinformation
Der hier veröffentlichte Text ist der gesprochene Begleittext zum Video und entspricht der Qualität eines Manuskripts. Am Ende des Textes finden Sie den eigentlichen Beitrag in Form einer Videoinformation. Nur der Manuskripttext enthält nicht alle angebotenen Informationen, denn im Videobeitrag gibt es zusätzliche eingeblendete Text-, Grafik- und Fotoinformationen.

 

 

In Russland gibt es eine große Anzahl von Bürgern, die sich selber irgendwie durchs Leben schlagen – mit Gelegenheitsarbeiten oder aber kleineren Dienstleistungen. Offiziell sind sie nicht als Gewerbetreibende registriert und stützen somit den Graumarkt.

Seit einigen Jahren unternimmt Russland verstärkt Anstrengungen, um diesen Graumarkt zu liquidieren, aber auch den aktiven Teilnehmern eine gesetzliche Grundlage für legalen Gelderwerb zu geben. Die Bedingungen für eine Gewerbeanmeldung, wie auch die steuerlichen Beauflagungen, sind denkbar einfach. Trotzdem lassen sich nur wenige dazu überreden, sich offiziell zu registrieren.

Nun wurde vorgeschlagen, dass man Personen, die ein Gewerbe offiziell anmelden, eine einmalige Summe von 140.000 Rubel auszahlt, damit diese das Geld als Startsumme für den Aufbau ihres Gewerbes nutzen können.

Über diese Gedanken informierte der Senator im Föderationsrat Andrej Kutepow.

Die genannte Summe ist die Mindestsumme, die ein Arbeitsloser erhalten soll, wenn er sich selbständig machen will.

Gegenwärtig arbeitet man in der Regierung mit diesem Vorschlag und führt die notwendigen Finanzberechnungen durch – so der Senator.

Unabhängig von dieser föderalen Initiative, hat man bereits in Karelien begonnen, auf Regionalebene den Interessierten die Summe von 200.000 Rubel auszuzahlen. Hier sieht man, wie die Bürger sehr schnell ihre Tätigkeit legalisieren, das Gewerbe aufbauen und beginnen, Steuern zu zahlen. Es gibt bereits 23 Prozent mehr Gewerbetreibende.

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Kommentare ( 1 )

  • Georg

    Veröffentlicht: 21. Februar 2019 10:59 pm

    Ich halte es grundsätzlich für eine gute Idee, den Kleinstunternehmern bei ihrem Startup finanziell unter die Arme zu greifen. Es bleibt aber abzuwarten, wie hoch die Anzahl der Missbrauchsfälle sein wird und ob sich diese Hilfe am Schluß für den Staat auch rechnet. Warum bekämpft man eigentlich nicht diese Schattenwirtschaft mit gezielten Kontrollen, wie es bei uns in Deutschland der Fall ist.

    • Uwe Erich Niemeier

      Veröffentlicht: 21. Februar 2019 11:23

      ... weil die Kontrollen in Russland generell ausufern und gegenwärtig viel unternommen wird, um die Kontrollwut (häufig verbunden mit Korruptionshoffnungen) der staatlichen Organe einzuschränken. Somit versucht man gegenwärtig mit dem Zuckerbrot Probleme zu lösen und wenn es keinen Zucker mehr gibt, gibt es Salziges.

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