Litauen, Atompolitik und sonstige Befindlichkeiten

Litauen, Atompolitik und sonstige Befindlichkeiten

 

Ex-Premier von Litauen:

Entweder bauen wir ein eigenes Atomkraftwerk oder wir werden zum Anhängsel des Kaliningrader Gebiets 

 
Der Parteichef der Christdemokraten Litauens (Vaterlandsbund) und Ex-Premier des Landes Andrius Kubilius hat die litauische Regierung kritisiert. Nach seinen Worten weiß die Regierung nicht, was sie will, weil sie zunächst eine Erklärung über die Weiterentwicklung der Atomenergie in Litauen abgegeben und später erklärt hat, das nach den Hitachi-Technologien ausgearbeitete Projekt des Kernkraftwerks Visaginas sei unannehmbar. Seiner Meinung nach habe Litauen zwei Alternativen: entweder entwickelt es seine nationale Atomenergiewirtschaft oder Litauen wird zum Anhängsel und Absatzmarkt des Kaliningrader Gebiets. 

Am 22. April hat der Ministerpräsident Litauens Algirdas Butkjawitschjus erklärt, Litauen werde seine Atomenergiewirtschaft weiter entwickeln. Die Erklärung wurde als Hinweis auf die Wiederaufnahme der Verhandlungen mit der "Hitachi" und des Projekts des Kernkraftwerks Visaginas gedeutet. Als die Massenmedien begannen, Butkjawitschjus zu zitieren, gab er eine andere Erklärung ab und sagte, er sei gegen das Hitachi-Projekt und schließe die Entwicklung des alten Projekts aus. Die einzige Möglichkeit für die weitere Zusammenarbeit mit der "Hitachi" seien durchgreifende Veränderungen zugunsten Litauens.

 
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