Müll-Revolution in Russland

Müll-Revolution in Russland
Begleittext zur Videoinformation
Der hier veröffentlichte Text ist der gesprochene Begleittext zum Video und entspricht der Qualität eines Manuskripts. Am Ende des Textes finden Sie den eigentlichen Beitrag in Form einer Videoinformation. Nur der Manuskripttext enthält nicht alle angebotenen Informationen, denn im Videobeitrag gibt es zusätzliche eingeblendete Text-, Grafik- und Fotoinformationen.

 

 

Der russische Präsident Wladimir Putin hat ein Gesetz unterzeichnet, welches die Müllentsorgung im ganzen Land komplett neu regelt. In der Vergangenheit haben sich viele Firmen mit der Müllentsorgung beschäftigt – oder genauer formuliert: mit der Umlagerung von Müll.

Ab sofort gibt es nur noch einen einzigen Operator in Russland, der sich mit der Müllentsorgung beschäftigt. Die Firma „Russischer ökologischer Operator“ wird ihren Sitz in Moskau haben. Diese Firma wird in der Praxis all die Programme umsetzen, die durch die Regierung im Zusammenhang mit der Müllentsorgung und Müllverwertung erlassen werden.

Auf der Grundlage des Gesetzes, welches von Putin unterzeichnet wurde, hat man im Kaliningrader Gebiet bereits einen Regionaloperator zum 1. Januar geschaffen. Die Müll-Revolution startete somit am 1. Januar und brachte viele Probleme mit sich, so dass Regierung und Stadtverwaltung gezwungen waren, während der Feiertage zum Jahreswechsel, sich zu einer Sondersitzung zu treffen.

Für Kaliningrad wurde angekündigt, dass sich die Kosten für die Müllabfuhr um bis zu 150 Prozent erhöhen werden. Aus föderalen Medien wurde bekannt, dass die durchschnittliche Müllentsorgung mit bis zu 130 Rubel zu Buche schlägt, was schon jetzt den Tarifen widerspricht, die bisher in Kaliningrad galten.

Jede Region legt für sich selber fest, auf welcher Grundlage die Gebühren berechnet werden: Entweder nach Quadratmetern Wohnfläche oder nach Anzahl der in der Wohnung registrierten Personen.

Die gegenwärtige Praxis in der Stadt Kaliningrad zeigt, dass die Müllentsorgung durch den neuen Operator in großen Wohngebieten wohl funktioniert. In Gebieten mit Einfamilienhäusern, die für die Stadt Kaliningrad, im Gegensatz zum russischen Mutterland, typisch sind, ist die Müllentsorgung nicht organisiert. Die Informationsagentur „Kaliningrad-Domizil“ betreut als eine der geschäftlichen Aktivitäten in Kaliningrad eine größere Anzahl Immobilienobjekte in Kleinsiedlungen mit höherem Wohnkomfort. Hier erfolgt seit Anfang des Jahres keine Müllentsorgung. Eine Konsultation direkt bei Verantwortlichen des neuen Regionaloperators brachte die Erkenntnis, dass viele praktische Fragen einfach noch keine Antwort gefunden haben und somit ungelöst sind.

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Kommentare ( 3 )

  • Hauke

    Veröffentlicht: 15. Januar 2019 21:22 pm

    Vielleicht könnte man sich doch mal in Germani informieren wie Müllentsorgung funktioniert.
    Ich glaube die funktioniert dort ganz gut, auch in Kleinsiedlungen.

    • Uwe Erich Niemeier

      Veröffentlicht: 15. Januar 2019 21:29

      ... deshalb habe ich ja auch einen Videobeitrag in russischer Sprache erstellt und ihn bei meinem Besuch in der Organisation vorgestellt. Was die da nun draus machen, bleibt abzuwarten.

  • Frank Werner

    Veröffentlicht: 15. Januar 2019 22:57 pm

    @Hauke
    Das wäre ja der nächste Schritt zu einer Germanisierung (Ironie)

  • Радебергер Radeberger

    Veröffentlicht: 16. Januar 2019 13:49 pm

    Gegen einen solchen Schritt der "Germanisierung" würde wohl selbst Präsident Putin nichts einwenden, der ja durch seinen jahrelangen Aufenthalt in der DDR eigentlich von den deutschen Verhältnissen (Ost) ziemlich angetan war. Nun hat sich ja alles auch weiter entwickelt, wogegen er wohl auch nichts einzuwenden hätte.
    Aber Spaß beiseite.
    Ich weiß nicht was KG Domizil für Erfahrungen gemacht hat bezüglich der Müllberechnung. Meine damaligen Erfahrungswerte besagten jedoch, daß eine Berechnung pro Kopf realistischer ist als die qm-Berechnung. Das Gleiche trifft genauso für Hauswasser, Hauslicht, Hausmeisterdienste zu.
    Man muß aber stets eine Übersicht darüber haben, von wieviel Personen die Wohnung bewohnt oder in der Regel frequentiert wird.

    • Uwe Erich Niemeier

      Veröffentlicht: 16. Januar 2019 14:53

      ... bisher haben wir pro 70-Liter Müllcontainer 350 Rubel bezahlt. Abholung einmal wöchentlich durch eine Privatfirma. Um mit Deutschland zu vergleichen, ist dies sehr teuer in Kaliningrad -da insgesamt in Deutschland mehr Service geboten wird.

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