Russische SWIFT-Version an den Start gegangen

Russische SWIFT-Version an den Start gegangen

Die russische Zentralbank hat 91 russische Banken an das innerrussische Bankensystem, der Ersatzversion für das internationale SWIFT-System, angeschlossen.

Im September 2014 hatte das Europaparlament vorgeschlagen, Russland aus dem System des internationalen Zahlungsverkehrs SWIFT auszuschließen. Ende Januar hatten die Außenminister der Europäischen Union diese Möglichkeit diskutiert. Der russische Premierminister Dmitri Medwedjew hatte für diesen Fall eine harte Reaktion Russlands versprochen.

Nun ist im Dezember ein analoges System zum SWIFT an den russischen Start gegangen. Jetzt ist es möglich, über die russische Zentralbank im SWIFT-Format innerhalb Russlands Zahlungen unbegrenzt vorzunehmen.

Im weiteren will die russische Zentralbank in allen Regionen sogenannte systemtragende Banken schaffen. Dies erklärte die Leiterin der Zentralbank Elvira Nabiulina. Unter systemtragenden Banken versteht die Zentralbank solide russische Banken, mit denen man risikolos eine Zusammenarbeit organisieren kann und die ein ehrliches Arbeiten im Bankensektor garantieren. Diese Banken müssen besondere Forderungen zur Sicherheit und zur Tätigkeitsausübung erfüllen. Welche Kriterien dies sind, wurde bisher noch nicht publiziert.

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