Russland beginnt mit Auslieferung der Systeme S-300 an den Iran

Russland beginnt mit Auslieferung der Systeme S-300 an den Iran

Russland hat die Auslieferungsformalitäten für die Flugabwehrraketensysteme S-300 begonnen. Darüber informiert der iranische Botschafter in Russland.

Anfang November hatte der Verteidigungsminister des Iran informiert, dass es eine Abmachung mit Russland über die Lieferung der Flugabwehrsysteme S-300 gibt und dass die Auslieferung der Raketen bis März 2016 abgeschlossen sein wird.

Gegenwärtig befinden sich iranische Armeeangehörige zu einem Ausbildungskurs in Russland.

Über das Inkrafttreten des Liefervertrages an den Iran informierte am 9. November der Chef von „RosTech“ Sergej Schemesow.

Vorhergehend hatte im April 2015 der russische Präsident Putin das Embargo gegen den Iran zur Lieferung der S-300 aufgehoben. Die Aufhebung des Embargos erfolgte unter Berücksichtigung der Fortschritte bei den Verhandlungen mit dem Iran in der Atomfrage. Das Embargo war im September 2010 durch den damaligen Präsidenten Dmitri Medwedjew verhängt worden. Russland setzte damit einen Beschluss der UNO um. Die Resolution der UNO beinhaltete aber kein Verbot der Lieferung dieser Systeme, da diese als Verteidigungssysteme eingestuft worden sind. Russland hat sich aber vor dem Hintergrund der Politik der USA über einen Neustart im Verhältnis zu Russland dazu bereiterklärt, die Lieferung nicht vorzunehmen.

Das führte dann dazu, dass der im Jahre 2007 abgeschlossene Liefervertrag im Wert von 800 Mio. USD eingefroren wurde. Teheran reagierte daraus äußerst verärgert und verklagte Russland vor dem internationalen Vertragsgericht in Genf und forderte einen Schadenersatz in Höhe von vier Milliarden USD. Im Juli 2015 haben Russland und der Iran Gespräche zur Regulierung dieser Frage aufgenommen.

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