Russlandhandel in der Krise

Russlandhandel in der Krise

Der Handelsaustausch zwischen Deutschland und Russland ist eine Erfolgsgeschichte. Gewesen. So hat sich die deutsche Ausfuhr nach Russland zwischen 2002 und 2013 verdreifacht.

2013 exportierte Deutschland Waren im Wert von 35,8 Mrd. € 2013 nach Russland, 2014 nur noch für 29,3 Mrd. €. Es handelt sich um einen Rückgang von 18 Prozent. Der Rückgang des Russlandhandels wird vermutlich etwa 30.000 Menschen den Arbeitsplatz kosten oder bereits gekostet haben. Der Maschinenbau in Sachsen und Thüringen wird überproportional hart betroffen. Für dieses Jahr ist ein noch deutlicher Rückgang des Handelsaustauschs zu befürchten, der weitere zehntausende Arbeitsplätze kosten wird.

Dabei haben die EU und Russland bereits 2004 die Bildung eines gesamteuropäischen Wirtschaftsraums von „Lissabon bis Wladiwostok“ vereinbart. Präsident Putin hat das Vorhaben seitdem mehrfach in Erinnerung gerufen, und seit Herbst 2014 sprechen auch Bundeskanzlerin Merkel und Außenminister Steinmeier das Thema wiederholt an.

Merkel sagte in ihrer Regierungserklärung im November 2014: „Wir müssen – das ist meine tiefe Überzeugung – weiter daran arbeiten, dass es kein Entweder-oder zwischen einer Annäherung der Länder der Östlichen Partnerschaft an die EU und dem russischen Bemühen um eine engere Partnerschaft mit diesen Ländern geben sollte.“ Sie wiederholte somit wörtlich ihre Formulierung der Regierungserklärung vom November 2013.

Eine Politik der Konfrontation dürfte die Ukraine vollends zerreißen. Und würde ganz Europa eine lang andauernde und gefährliche Krise bescheren.

Dr. Christian Wipperfürth

 

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Kommentare ( 1 )

  • Радебергер Radeberger

    Veröffentlicht: 27. Februar 2015 04:04 pm

    Aber lieber Herr Wipperfürt, glauben Sie doch der Frau Bundeskanzlerin und diesem Herrn Schröderverschnitt Steinmeier nicht alles, was diese beiden und natürlich auch weitere von der CDSUPD so von sich geben. Als Putin vom gemeinsamen Wirtschaftsraum von Lissabon bis Wladiwostok sprach, wurde er müde belächelt. Was hat der Putin denn schon zu bieten, -außer Gas? Da sah das ganze Land aber auch noch ziemlich desolat durch die Breshnew-Gorbatschow-Jelzin-Ähra aus.
    Nun, im Jahre 2014 sah die Welt eben anders aus und die Nato-träume, auch die der deutschen Bundeskanzlerin einer kalten Übernahme der Ukraine und des US-Stützpunktes in Sewastopol sind zerplatzt. Nun versuchte man in bekannt verlogener Manier die Russen mit Lippenbekenntnissen von ihrem Kurs abzubringen und erneut für blöd zu verkaufen.
    Diese Dame hat doch in ihrer Amtszeit schon so viel erzählt und gelogen und dann genau das andere gemacht. Beispiele?
    - Weiterführung der Atomkraftwerke bis zum Jahre ??? -- von heute auf gestern Atomausstieg
    - Umweltstandards erhöhen -- neue Kohlekraftwerke bauen, die die Umwelt vernichten
    - der/die ..... hat mein vollstes Vertrauen -- und schon waren er/sie geschaßt
    - eine Autobahnmaut für PKW ist mit mir nicht zu machen -- und nun wird im Bundestag über das Gesetz beraten

    Soll ich fortfahren?

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