SPAR schließt erste Filiale in Kaliningrad

SPAR schließt erste Filiale in Kaliningrad

Die außerordentliche Erfolgsgeschichte von SPAR in Kaliningrad hat einen ersten Dämpfer erhalten. Ein Spezialgeschäft im neuen Stadtteil Selma wurde geschlossen. Es hat sich erwiesen, dass die Kaliningrader nicht die Feinschmecker sind, auf die SPAR gehofft hatte.

Die SPAR-Kette in Kaliningrad wächst rasant. Filialen werden nicht nur im großen Umfang in der Stadt Kaliningrad eröffnet, sondern auch in anderen Städten im Gebiet.

Und SPAR hat begonnen, einige Supermärkte zu spezialisieren. Hierzu gehört der Supermarkt im neuen Stadtteil Selma, der „fisch&meat“ in einem ausgesuchten Sortiment anbot.

Vermutlich gibt es genügend Feinschmecker in Kaliningrad, die auch bereit sind, etwas mehr Geld für Fisch und Fleisch auszugeben. Aber vermutlich ist auch der Standort des Supermarktes verkehrt gewählt worden. Er wurde im neuen Stadtteil Selma, gleich neben dem neuen Großmarkt, der direkten Konkurrenz zum Zentralmarkt im Stadtzentrum, im Februar 2018 eröffnet. Im gleichen Gebäude befand sich auch ein sehr gut organisiertes Restaurant. Man hätte also durchaus davon ausgehen können, dass es keinen Mangel an Kundschaft gibt. Dem war aber nicht so.

Vielleicht wäre es besser, einen derartigen Spezialshop in kleinerem Format im Stadtzentrum zu errichten.

Die Schließung ist schade, aber für SPAR nicht dramatisch. Es ist das ganz normale Lehrgeld, welches bei Firmenentwicklungen zu bezahlen ist.

Anmerkung UN: Viel Erfolg weiter für diese mutigen russischen Unternehmer, die in nicht leichter Zeit ein derartiges Entwicklungstempo an den Tag legen. Die Inhaber sind übrigens auch die Inhaber von „Königsbäcker“, „Croissant“ und einer Reihe weiterer Einzelhandelsketten in Kaliningrad.

Uwe Niemeier

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