USA bestellen Raketenantriebe in Russland trotz Sanktionen

USA bestellen Raketenantriebe in Russland trotz Sanktionen

Die USA, als diejenigen, die die Politik der Sanktionen gegen Russland besonders betreiben und auch darauf achten, dass andere Staaten nicht aus der Reihe tanzen, genehmigen sich selber Ausnahmen.

So haben die USA entschieden, weitere acht Raketenantriebe RD-181 in Russland zu kaufen. Grund ist, dass es für diese Raketenantriebe keine Alternative weltweit gibt und die USA für die Entwicklung eigener Antriebe noch einige Jahre benötigen.

So konnte der russische Hersteller „EnergoMasch“ verkünden, dass die amerikanische Korporation „Orbital Sciences Corporation“ sich entschlossen hat, weitere acht russische Raketenantriebe zu bestellen. Eine entsprechende Kaufoption wurde beim russischen Hersteller eingereicht.

Die Lieferung der Raketenantriebe erfolgt auf der Grundlage eines Vertrages, welcher erst im Jahre 2014 zwischen Russland und den USA abgeschlossen wurde.

Der Raketenantrieb RD-181 ist eine Modifizierung des Antriebes RD-191 und bestimmt für die Raketen „Angara“, welche in Russland erfolgreich eingesetzt werden.

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Kommentare ( 2 )

  • Радебергер Radeberger

    Veröffentlicht: 10. März 2016 13:57 pm

    Sanktionen und Sanktionen sind doch nicht gleich Sanktionen. Würde sich ein EU-Land erlauben, die von den USA angeordneten Sanktionen zu unterlaufen, liefe es Gefahr, selbst von den USA und den treuen Vasallenstaaten der EU und anderen darüber hinaus sanktioniert zu werden.
    Nun sind es aber die USA, die sich diese Sanktionen ausgedacht haben. Zwar keine neue Erfindung, diese Sanktionen, aber immerhin. Es ist eine Maßnahme, dem Gegner zu schaden und die Vasallenschar wieder mal zu disziplinieren und auch denen damit zu schaden. Sonst werden die noch wirtschaftlich, politisch und vielleicht auch militärisch zu stark.
    Und als Erfinder dieses Sanktionsunsinns darf man aber abweichen von dem was den anderen verboten ist. Also bringt man seine Schäfchen gut unter und erhöht den Anteil des Handels mit dem Sanktionierten.
    Die anderen Blöden von der EU, wenn die sich so etwas auch noch aufdrücken lassen, sind sie doch selbst schuld.
    Aber diese Sanktionen mußten einfach sein. Hat doch der Pöööse Putin dem Noblenkriegspreisträger so richtig und bösartig die Tour vermasselt. Es sollten doch schon längst US-Kriegsschiffe im Hafen der Heldenstadt Sewastopol liegen und US-Boys durch die Straßen der Stadt schlendern.
    Nun ist es nichts geworden mit der Beherrschung des Tschornoe Morje.
    Aber die russischen Raketenantriebe braucht man nun mal. Mit Pfeil und Bogen bekommt man keine Spionagesatelliten ins All.
    Als "Zusammenarbeit" das zu sehen ist wohl ein bischen weit her geholt.

  • Радебергер Radeberger

    Veröffentlicht: 11. März 2016 01:48 pm

    Ja Uwe, der Zusatz war gut!

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