Weltwährungsfond zum Status der ukrainischen Schulden

Weltwährungsfond zum Status der ukrainischen Schulden

Der Weltwährungsfond hat sich einstimmig zum Status der Schulden der Ukraine gegenüber Russland geäußert. Überraschend für viele Skeptiker der Unabhängigkeit des Weltwährungsfonds äußerte dieser zu zugunsten Russlands.

Der Rat der Direktoren des Weltwährungsfonds hat den offiziellen Status der Kredits über drei Milliarden USD, den Russland der Ukraine im Dezember 2013 gewährt hat, anerkannt.

Die Abstimmung ergab keine Gegenstimmen und somit ist der Beschluss über den Status automatisch in Kraft getreten.

Somit läuft die Frist für die Rückzahlung des Kredits in Höhe von drei Milliarden USD am 20. Dezember 2015 aus.

Der ukrainische Premierminister Jazenjuk erklärte, dass die Ukraine nicht die Absicht habe, Russland das geschuldete Geld zurückzuzahlen. Man werde nur über die Rückzahlung nachdenken, wenn Russland im ersten Schritt offiziell auf 20 Prozent der Summe verzichte und sich damit einverstanden erkläre, den Kredit erst in vier Jahren zurück zu erhalten.

Anm. UN: Dies dürfte ein kleiner Vorgeschmack für alle anderen Kreditgeber der Ukraine sein, wie diese sich verhalten wird, wenn es darum geht, eingegangene Verpflichtungen zu erfüllen.

Am 9. Dezember hatte Präsident Putin das Finanzministerium bereits beauftragt, die Ukraine zu verklagen und alle notwendigen Vorbereitungen hierfür zu treffen. Russland selber hatte der Ukraine vorgeschlagen, den Kredit über drei Jahre gestreckt in Etappen zurückzuzahlen. Voraussetzung dafür sollte allerdings eine Bürgschaft durch die USA, die Europäische Union oder eine internationale Finanzinstitution sein. Alle Angesprochenen haben eine Bürgschaft abgelehnt.

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Kommentare ( 1 )

  • Радебергер Radeberger

    Veröffentlicht: 18. Dezember 2015 04:37 pm

    Auf der Karte fehlt der Zipfel des Streits.
    Über die Rückzahlung des Kredits ist meiner ansicht noch nicht das letzte Wort gesprochen. Denn die Poroschenkos und Jazenjuks kommen und gehen auch wieder. Aber die Schulden bleiben und das ukrainische Volk auch. So lange die beiden Volksrepubliken im Osten bestehen bleiben und es nicht möglich ist, daß Obama oder einer seiner Nachfolger die Natotruppen unmittelbar an der russischen Grenze aufmarschieren lassen können, wird das Interesse der Nato an der Ukraine nicht größer werden.
    Die Bevölkerung der Ukraine wird weiter verarmen unter der Knute der Oligarchen und solcher Leute wie Jazenjuk und Poroschenko. Da wird es wohl einen neuen Maidan geben, den der Hungernden und Verbitterten.

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