Wieviel kostet die Kaliningrader Bank „Ewropejski“?

Wieviel kostet die Kaliningrader Bank „Ewropejski“?

Experten der Zeitung „Kommersant“ und „Wedomosti“ nannten die Kaufsumme von bis zu 650 Millionen Rubel (14,4 Mio. Euro) oder die Hälfte der Summe des Eigenkapitals.

Die in Kaliningrad ausgebrochene Panik im Zusammenhang mit dem Lizenzentzug für die „Investbank“ ist auch an der Bank „Ewropejski“ nicht spurlos vorübergegangen. Auch diese war mit Gerüchten über einen möglichen Lizenzentzug belastet und dies wiederum hatte Auswirkungen auf die Vertragsverhandlungen mit der Bank „St. Petersburg“ – der Preis fiel. Und einige Experten bezeichnen den bevorstehenden Kauf der Bank durch die Bank „St. Petersburg“ als Gnadenakt.

Während der Bankenpanik wurden durch Anleger 500 Mio. Rubel (11,1 Mio. Euro) Cash abgehoben und ungefähr drei Milliarden Rubel (66,7 Mio. Euro) auf andere Banken überwiesen. Die in der Bank vorhandenen Deposite betrugen neun Milliarden Rubel (200 Mio. Euro). Um die Finanzlücke zu schließen wurden Geldgeber gesucht. Da die Bank „St. Petersburg“ zu den systemtragenden Banken gehört, wird vermutet, dass die Zentralbank einfach nur Geld für die Übernahme der Bank „Ewropejski“ zur Verfügung gestellt hat und somit die Übernahme defacto kostenlos erfolgte und ein zweiter Bankenkrach damit vermieden wurde.

Die Übernahme der Kaliningrader Regionalbank ist für die Bank „St. Petersburg“ äußerst vorteilhaft. Zum einen erhält die Bank die Kundendatenbank, zum zweiten kann sie ihr Geschäftsfeld wesentlich erweitern, ist Vorteilsnehmer für Kreditverträge und zieht natürlich weitere Kunden aus Kaliningrad an, welche jetzt stark verunsichert sind.

Ein nicht genannt sein wollender Bankspezialist zweifelt allerdings an dieser Version. Er vermutet, dass die Bank „St. Petersburg“ ein bisher unbekanntes sehr großes Investitionsprojekt in Kaliningrad plant und dafür seinen Einfluss ausweiten wollte. Die Bank „Ewropejski“ schätzt er als sehr solide Bank mit äußerst soliden Kunden ein und gerade diese Basis war für die Bank „St. Petersburg“ von Interesse für die Verwirklichung bisher noch unbekannter Pläne.

Quelle: http://rugrad.eu/news/645380/

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