Zweifelhafte Finanzoperationen in Russland stark rückläufig

Zweifelhafte Finanzoperationen in Russland stark rückläufig

Der Umfang von zweifelhaften Finanzoperationen zur Überweisung von Geld ins Ausland, aber auch zur „Flüssigmachung“ von Geldern hat sich in Russland im Jahre 2014 halbiert.

Diese erfreulichen Fakten teilte der Leiter von RosFinMonitoring Juri Schichanschin mit.

„Die gemeinsam mit der Zentralbank durch die russischen Rechtspflegeorgane und interessierten Behörden eingeleiteten Maßnahmen haben nur Halbierung dieser zweifelhaften Finanzoperationen im Vorjahr geführt. Aber es gibt nach wie vor verdächtige Operationen“, - so Schichanschin. Allerdings ist ein Teil verdächtiger Finanzoperationen nur verlagert worden, d.h. raus aus dem offiziellen Bankensektor in andere Bereiche.

RosFinMonitoring beschäftigt sich mit der Bekämpfung der Legalisierung illegaler Gelder und der Finanzierung von Terrorismus. Die Tätigkeit dieser Organisation wird durch den russischen Präsidenten geleitet. Im vergangenen Jahr wurden 36.000 Untersuchungen durchgeführt und im Ergebnis dessen über tausend Ermittlungsverfahren eingeleitet.

Am 19. März 2015 hatte der russische Präsident Putin Vertreter des Unternehmertums darauf hingewiesen, dass russische Staatsorgane über Informationen verfügen, das Unternehmern, die Kapital aus dem Ausland nach Russland zurückführen wollen, Probleme bereitet werden sollen.

„Die Situation ist wie folgt: … ich möchte sagen, das uns einige alarmierende Informationen aus einer Reihe von Ländern erreichen und wir haben den Eindruck, als ob man Maßnahmen einleitet um eine Rückkehr von Kapital nach Russland zu behindern“, - so Putin.

Putin nutzte die Gelegenheit, um auch über die bevorstehende Amnestie zur Kapitalrückführung zu informieren. Die Amnestie wird allen internationalen rechtlichen Normen und Forderungen entsprechen und darf auch keine Zweifel in Hinsicht auf Geldwäsche zulassen.

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Kommentare ( 1 )

  • Радебергер Radeberger

    Veröffentlicht: 24. März 2015 21:12 pm

    Hallo Chris,
    auch ich finde, daß Rußland die derzeitigen Zu- und Umstände nutzt, um so einigen Schlendian und andere über Generationen hinweg eingeschliffene, auch schreckliche Gewohnheiten abzuschaffen. Das ist gar nicht so einfach. Es wird wohl noch hier und da ein oder gar zwei Generationen dauern, bis das so überall angekommen ist.
    Aber in Deutschland habe ich so den Eindruck, daß alle Gesetze, egal welche, vorsätzlich von den beauftragten Juristen so gestaltet werden, daß immer ein paar Lücken eingearbeitet werden, daß die lieben Kollegen der eigenen oder auch anderer befreundeter Kanzleien oder Soizitäten wieder einen Einstieg finden, gegen das Gesetz zu klagen und fantastisch zu verdienen. Bestes Beispiel ist doch, um nur eins zu nennen, die Hartz4-Gesetzgebung.
    Da es nun mal so ist, wie es im Bundestag mal so ist, daß die Abgeordneten zu faul sind, sich die Gesetzentwürfe durchzulesen, dem sie ihre Stimme geben sollen und sich auf vorbereitete Stellungnahmen der Ausschüsse verlassen, wird sich auch nichts ändern. Ist dann nach Inkraft treten so eine Lücke entdeckt und finanziell ergiebig zum Nachteil des Staates ausgeschlachtet worden, gibt es ein neues Gesetz, diese Lücke zu schließen. Es ist aber nicht gesagt, daß dann dieses neue Gesetz nicht wieder mit einem anderen kollidiert.
    Und das erweckt bei Ihnen dann den Eindruck der Überregulierung. Denken Sie an die deutsche Steuergesetzgebung. Auch so ein Dauerdrama. Da sieht kein Schwein mehr durch. Kein Steuerverräter - äähhh -berater, kein Staatsanwalt und kein Richter, selbst die Finanzämter sind in vielen Dingen hilflos überfordert.

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