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Deutsche planen Siedlungsgründung im Kaliningrader Gebiet

Fr, 22 Jun 2018 ... mit deutschem Akzent


Deutsche planen Siedlungsgründung im Kaliningrader Gebiet

Der deutsche Verein „Deutsch-russisches Friedenswerk“ e.V. betrachtet das Königsberger Gebiet als völlig neue Entwicklungsmöglichkeit. Begründet wird dies mit der dünnen Besiedlung des Gebietes und dem Fehlen vieler Dörfer aus alter ostpreußischer Zeit.

Die Initiatoren des deutschen Dorfes stellen den Lesern ihrer Internetseite die Frage, ob das heutige Deutschland noch das Deutschland ist, in dem sie immer leben wollten. Und man schlussfolgert, dass immer mehr Menschen in Deutschland diese Frage nicht mehr ruhigen Gewissens mit "ja" beantworten können.

Und deshalb habe man nach einer Alternative gesucht und glaubt diese im Königsberger Gebiet gefunden zu haben.

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Deutsches, Germanisierung

   Kommentare ( 9 )

boromeus Veröffentlicht: 22. Juni 2018 16:39:22

"ob das heutige Deutschland noch das Deutschland ist, in dem sie immer leben wollten"diese Frage ist sicherlich berechtigt.Ob die Dinge ,die man sich vorstellt, auch nur annähernd umsetzen lassen, ist mehr als fraglich.Wir reden hier von russischem Staatsgebiet, mit russ.Gesetzen und Normen.Ostpreußen war Ostpreußen.Nur weil man ein 5000 Hektar grosses Landstück neu besiedeln will,eine deutsche Fahne auf dem Rathaus hißt und alte Dorf u.Stadtbezeichnung aus der Versenkung holt,lässt sich das Rad der Geschichte nicht zurückdrehen.So wie sich das Ganze darstellt,funktioniert das nur als autonomes Gebiet und dieses Ziel ist völlig unrealistisch.Synergie wäre gut.Aber auch hier gründet sich die Basis auf den Staat Russland und nicht Klein-Germanien.Abschliessend ein Zitat eines großherzigen Mannes,der seid mehr 20 Jahren humanitäre Hilfe im Oblast für die Schwächsten der Schwachen leistet."Wir können viel tun,nur eines nicht,den Menschen hier sagen ,wie sie und was sie hier zu machen haben

Herr Hoffmann Veröffentlicht: 22. Juni 2018 17:33:36

Cool. Ich kauf mir irgendwo n paar ha Land und mach mein eigenes Dorf auf ...
In Brandenborch wurde vor kurzem ein ganzes Dorf offiziell versteigert. Interesse war nur gering. Lag vielleicht daran, daß es zu nah an/in Deutschland war? Ansonsten hätte man hier schonmal üben können; als Pilotprojekt gewissermaßen ...

also echt - Leute gibt´s ...

Hauke Veröffentlicht: 22. Juni 2018 19:23:47

Hm, na ja,
ich könnte mir gut vorstellen mit Russen im Kaliningrader Gebiet
zusammen zu leben.
So viel anders wie wir sind die auch nicht.
Nur eben höflicher und freundlicher.
Na ja und ein bissel flächmatisch
Übrigens gab es schon immer Einwanderung ins ehemalige Ostpreußen.
Westfahlen und Hessen um das Land urbar zu machen, Holländer um es trocken zulegen.
.

Uwe Erich Niemeier Veröffentlicht: 22. Juni 2018 19:32:05

... das war aber vor vielen, vielen Jahren. Ich glaube nicht, dass Russland daran interessiert ist, heute Deutsche in größerer Zahl ins Land zu holen (schon gar nicht nach Kaliningrad), die dann vielleicht irgendwann mal meinen, dass es deutsches Land ist und die darum bitten, "heim ins Reich" geholt zu werden ... gemeinsam mit dem Land - so wie dies ja schon einmal geschehen ist.

Frank Werner Veröffentlicht: 22. Juni 2018 20:09:40

Vor einigen Monaten ist ja auch mit viel Press-tamtam eine Familie nach Russland "geflohen" und wollte sich dort niederlassen. Nach einigen Monaten russischer Realität in der Provinz waren sie aber ganz schnell wieder in D'land.

Uwe Erich Niemeier Veröffentlicht: 22. Juni 2018 21:26:06

... wissen Sie, ich habe auch eine kritische Einstellung zu Deutschland und es gab natürlich Gründe, weswegen ich Deutschland vor einer Ewigkeit verlassen habe (und es nicht bereue). Aber wenn ich mir heute so einige deutsche Leute anhöre, die über Deutschland urteilen, da muss ich doch schmunzeln, manchmal sogar die Stirn in Falten legen - da sind viele Dinge ohne Substanz.

Herr Hoffmann Veröffentlicht: 22. Juni 2018 22:22:31

Also, wenn Sie mich zur gezielten größeren Ansiedlung von Ausländern in Russland fragen: Ich denke, das sollten die Russen selbst entscheiden. Wenn es offizielle Linie in Russland wird, Ausländer - Deutsche - in größerer Zahl in der genannten Form ins Land zu locken, wird man das hier wohl mitbekommen und es werden sich sicher genug Leute finden, die dem folgen. Ich halte die Russen nicht für so schüchtern / naiv / verträumt, daß sich hier ungewollt plötzlich größere Einwanderungen von Leuten, noch dazu mit Landkauf, vollziehen. (So naiv ist momentan nur Deutschland...)
Was diese komische Plattform da vorhat ist äußerst nebulös und ich denke nicht, daß das Aussicht auf Erfolg hat. Von daher würde ich mir jeden weiteren Recherche-Aufwand sparen.
Kaliningrader Restaurants sind da wesentlich interessanter.

Uwe Erich Niemeier Veröffentlicht: 22. Juni 2018 22:24:11

... ich glaube, es gibt Anlass, doch am Thema dran zu bleiben. Die Restaurants werden dabei nicht vernachlässigt.

Karsten-Wilhelm Paulsen Veröffentlicht: 22. Juni 2018 23:20:46

Wenn man es aus russischer Sicht geschickt anlässt, und sich die Interessenten gut anschaut, kann da was sinnvolles draus werden. Ich kann das verstehen, als Nachkriegsjahrgang 1955 habe ich jedesmal beim Besuch des Oblasts ein "Heimatgefühl" empfunden, verbunden mit der mir begegneten russischen Freundlichkeit hatte ich diesen Schritt auch kurz angedacht, aber auf Grund meines Alters wieder verworfen.

In dem Gebiet des jetzigen Olast Kalinigrad sind in den vergangenen Jahrhunderten immer wieder Menschen erfolgreich wegen ihrer speziellen Fähigkeiten angesiedelt worden, Schweizer als Käser, andere als Entwässerer oder um das Land urbar zu machen. Das hatte auch in Russland in der Zeit vor Stalin eine erfolgreiche Tradition.

Uwe Erich Niemeier Veröffentlicht: 22. Juni 2018 23:22:32

... nach den Ereignissen der Jahre ab 1933 denkt man in Russland über deutsche Siedler ein wenig anders. Man erinnert sich sehr gut an die "Heim ins Reich"-Politik. Da verzichtet man lieber auf Spezialisten und macht seinen Käse selber.

ru-moto Veröffentlicht: 22. Juni 2018 23:48:04

Ich bin zwar kein Experte, aber was ich so mitbekommen habe ist meist nichts Gutes dabei herausgekommen, wenn Deutsche ins Ausland drängten. Bei nicht vermeidbarer Unzufriedenheit im eigenen Land lebt es sich auch anderswo nicht einfach besser...

ru-moto Veröffentlicht: 23. Juni 2018 00:01:27

Ich staunte immer mehr, je länger ich das Video ansah. Ist denn Deutschland für wirklich nicht mehr so lebenswert, dass man lieber nach Russland (Kaliningrad Oblast) übersiedeln will, das da von Deutschen im Friedenswerk so außergewöhnlich paradiesisch beschrieben wird? Warum nicht gleich auf die Krim, wo doch auch das Klima viel angenehmer ist?

Радебергер Radeberger Veröffentlicht: 23. Juni 2018 03:36:18

Uwe, ich vermute mal, Sie haben mein breites Grinsen bei Betrachten Ihres Videos bemerkt.
Jahr für Jahr verlassen ca. 100.000 Deutsche die BRD und wandern aus. In der Regel sind das nicht die Dümmsten, denn im Ausland werden Blödiane nicht honoriert. Dafür wandern aber hochgebildete Spezialisten nach Deutschland ein, die zum allergrößten Teil niemals eine Schule von innen gesehen haben, anfangs "Asyl" stammeln können und nach einem Jahr Forderungen stellen.
Mir scheint diese Geschichte mit der "Arche" eine religiös verbrämte Vorstellung zu sein, die man sich womöglich in den USA oder Kanada abgeschaut hat, wo es solche Dörfer gibt und sich auch keiner daran stößt, weil die ihr Ding dort für sich machen. Das ist aber in Kaliningrad nicht machbar, weil eine ganz andere Historie daran hängt. Überm Ozean hängt keine Historie dran. Die haben schlicht keine.
Und mit dem deutschen Sprengel und den vielen ungeklärten(?) Fragen wird wohl nichts werden.
Ansiedeln ja - zu russischen Bedingungen

Uwe Erich Niemeier Veröffentlicht: 23. Juni 2018 06:14:18

... ich gehe davon aus, dass über die "Arche" noch weiter berichtet wird, denn es ist schon so, wie Sie schreiben, dass Kaliningtad, in seiner Eigenschaft als Erbe von Königsberg, ein ganz besonderes Wissensbedürfnis hat, wenn Deutsche in das Gebiet in grosser Anzahl kommen wollen.

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